250 I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius.
fen zeigt, als gegen ein rundes oder vierecktes, undLaß er einen mit einem Stücke Elfen und ander» Ma-terien verbundenen Körper von einem bestimmten Ge-wichte nicht trägt, wenn er gleich ein solides StückEisen von demselben Gewichte hält. Brachte er zweygroße Magnete, einen jeden in einen besondern leichtenKahn, so bemerkte er, daß sie beyde mit gleicher Ge-schwindigkeit sich einander näherten, sobald der eine inDes andern Wirkungskreis gekommen war. Dießnämliche beobachtete er a>:ch, wenn er in den einenKahn statt des Magneten ein Stück Eisen legre.
Theilte er einen Magnet in zwey gleiche Theile,so daß der Schnitt durch einen Meridian hindurchgieng, so fand er, daß sich beyde Theile einander flo-hen ; nachdem aber einer derselben einen Halbkreis ho-rizontal durchlaufen war, so näherten sie sich wieder.Eiserne Stäbe oder Nadeln, welche von ein und dem-selben Pole des Magneten berührt waren, stießen sichab. Wenn auch die gleichnahmigen Pole sich fliehen,so fand doch Gilberc, daß, wenn er daö südlicheEnde eines eisernen Stabes mit Gewalt an den südli-chen Pol eines Magneten brachte, eine Vereinigungstakt fand; weil nämlich nach Gilbcrtö Meynungdie magnetische Kraft im Magneten weit stärker undbeständiger als im Eisen sey, so vernichte er sogleichdie magnetische Kraft im Eisen, und kehre den Pol um.
Ferner beobachtete Gilbert, daß Nadeln, wo-von jede mit einer Spihe ein und den nämlichen PolLee Magneten berührt hatte, sich an der andern Spiheabstießen, die längste mit größerer Stärke; daß sichdie nicht berührte Spihe einer längern Nadel der be-rührten Spihe einer kürzern langsamer näherte, alssich dir nicht berührte Spihe der kürzern der berührten
Spitze