2. Besondere Physik, g. vom Magnetismus. 257
tief); bey den Russen Zwey Drittel, und bey den Eng-ländern, Spaniern nud Portugiesen Ei» haid').
Um einer Nadel, welche znm Gebrauche fürSeefahrer dienen soll, die magnetische Kraft zu geb»,giebt Porta"') folgende Vorschriften; wer >i mandie beyden Pole eines Magnete» kenne, so soll manan diese mir einem Haminer ganz gelinde schlagen, undhiernächst die Nabel damit streichen. Das Anschla-gen deü Hammers hält er deswegen für nöthig, weildadurch erst die magnetische Kraft gleichsam wleStrah,lett aus den Polen hervorgehe, und als denn durchsStreichen der Nadel niirgetheilr werden könne. Uerbrigens bemerkt Porta »och, daß die Nadel einevtrhältiiißmaßige Größe nric dem Magneten besitzen(denn im entgegengeschten Falle erwarte nian verge-bens eine starke magnetische Kraft der Nadel), daßdie Spitze der Nadel, weiche den verlangten Pol zei-gen soll, etwas abgestumpft, lind das Eisen rein seynmüsse. Dagegen sagt Gilbert, es sey nicht nörhia,-aß die Nadel eine verhälcnißmaßige Größe mil demMagneten haben müsse; vielmehr harren ihn Versuchegelehrt, daß der größte tind stärkste Magnet selbst ei-ner Nadel, welche nur einen Skrupel gewogen, hin-reichende magnetische Kraft mitgetheilt habe; auch seydieß ein eitler Wahn deo Porta, daß die Spitze derNadel abgestumpft seyn müsse; den» gerade diejenigenNadeln, welche eine scharfe Spitze besäßen, zeigtendie größt möglichste Kraft. Nach GildertS Vor-schriften lassen sich die Nadeln am besten aus folgen! eArt magnecisiren. Die Nadel selbst muß- vom besten
Stahle
l) Gilbert de magnete, lib. IV. cap. VIII.
n>) Magiae naturalis. hbriXX. Lb. VII. cap. 36.
Fischer'» Gesch. d. Physik. t. D-