Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
Seite
279
JPEG-Download
 

i. Allgemeine Physik.

279

schwer, als die üou Pappicr, jene wogen nämlich22 Unzen lind diese nur l 2 Unzen. Von jeder Accließ er zugleich zwei) von einer Höhe von 280 Fuß her-abfallen. Die schwerere Kligel harre jederzeit den Bo-den zuerst erreicht. Nachher verfertigte er noch an-dere Kugeln aus andern Materien, und fand gleich-falls, daß die schwerere eher zu Boden kam, alö dieleichtere.

Nach der Zeit haben noch mehrere dergleichenVersuche angestellt, welche aber hier weiter anzufüh-ren unnöthig seyn würde, indem sie alle beweisen, daßin dem widerstehenden Mittel, der Luft, die Resul-tate nie mit der Theorie genau zusammenstimmen.Aus diesem Grunde hat man sie durch mancherley an-dere Versuche zu bestätigen gesucht, wohin unter an-dern auch der Versuch mit der Pstaumcnfeder und ei-nem Goldstücke im luftleeren Raume gehört, wovonnmec dem Artikel, Gleichgewicht und Bewe-gung der Luft, einiges angeführt werden soll.Die schönste und stärkste Ueberzeugung derselben abergewähren die Pendel, wovon der Artikel, Pendel-bewegung, nachzusehen ist.

Da man überzeugt war, daß der freye Fall derKörper von der Schwere derselben herrühre, so warman auch begierig zu wissen, woher die Schwere ih-ren Grund habe. Schon Kepler hatte eine mecha-nische Erklärung derselben versucht, wie bereits obenangezeigt ist. Dadurch wurden auch andere zu ähn-lichen Erklärungen gereizt. Peter Gassendi nahmAusflüsse einer eigenen Materie an, welche aus derErde wie Strahlen ausgiengen, lind die Körper nachderselben zurückzogen; quaternas , sagt er, tat mag-nes emittit ex se corpuscula quaedam, seu ra-

S 4 dios,