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Erster Band. [Erste Periode.]
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i. Allgemeine Physik.

seine Zwischenräume eindrängen, und dadurch denKörper ebenfalls feucht machten.

Was die Weichheit (moIHtiea) der Körperbetreffe, so entstehe diese nothwendig daher, daß dieAtomen der festen Körper weiter von einander getrennt,und mehrere leere Zwischenräume dadurch erzeugt wür-den. Sie sey gewisser Maaßen mit der Dünne (ra-ritas) einerley; denn je dünner ein Körper sey, destogrößere Weichheit besitze er auch. Härte (durities)hingegen entstehe auf die gerade entgegengesetzte Art,und sey mit der Dichtigkeit (densitas) einerley; dennje dichter ein Körper sey, desto größer sey auch seineHärte.

Einen ganz eigenen Begriff von der Natur derFlüssigkeit hatte der berühmte Jtaliäner JohannA l p h o n su ö B o r e l l u S q ) (geb. 1608. gest. 1679.).Er erklärt einen flüssigen Körper so-: alle Theile (ver-sieht sich die kleinsten) besitzen für sich ein gleiches Ge-wicht, dabey kann aber ein jeder Theil von einer ätl-ßern Kraft in Bewegung verseht werden, ohne dieübrigen mit zu bewegen, oder es können diese übrigenTheile zugleich aber nach entgegengesetzter Richtungbewegt seyn. Diese Merkmale fielen bey festen Kör-pern gänzlich weg. Es scheint diese Erklärung aufdie sonst gewöhnliche hinauszulaufen, daß nämlich dieTheile der flüssigen Materie mit einer unendlich klei-nen Kraft unter sich zusammenhangen. — Alleindieser Erklärung zu Folge läßt sich ein Sandhaufen,Mehlhaufcn, und überhaupt jede Anhäufung einesfeinen Pulvers von einem flüssigen Körper gar nicht

unter-

q) De motionibus naturalibus a gravitate pendentibus.

Lugd. Batav, j. 686. 4. cap. VII.