keil fallt weg , wenn man die Sache so betrachtet, wiebereits AlphonfuS Borcllus") sehr schön an-geführt hat. Würde nämlich, saat er, ein schwererKörper (.fig. 42.) b mittelst eines Fadens oder einerStange Äb an einem Punkte a so befestiget, daß erstch um diesen frey drehen könne, so sey für sich klar,daß er in der vertikale» fage a b ruhig bleibe. Er»halte aber der Körper b in dieser tage einen Stoß inhorizontaler Richtung, so würde er sich auch gleichförmigin selbiger fortbewegen müßen, wofern ihn nicht derFaden ab in -edem Augenblicke von dieser Richtungablenkte, so daß er gezwungen werde, den Kreisbo-gen bc zu beschreiben. Von dem Momente an aber,da der Körper 0 den Kreisbogen bc aufwärts zudurchlaufen anfange, werde die dem Körper durch denStoß mitgetheilte Bewegung durch die Kraft derSchwere unaufhörlich vermindert, bis er selbige in cgänzlich verlohren habe; da aber die Schwere stetigfortwirke, so sinke er auch mit gleichförmig beschleu-nigter Bewegung in den Bogen cb wieder herab,erlange in b seine größte Geschwindigkeit, und fangenun mit dieser in dem Bogen c d wieder aufzusteigenan; allein durch die Gegenwirkung der Schwere wer-de diese Geschwindigkeit in eben dem Grade wiedervermindert, als sie beym Herabfallen von cb vermehrtsey, mithin müsse er einen eben so großen Bogen d b— bc in gleicher Zeit beschreiben. Hierauf falle aberder Körper von d nach b wieder zurück, und steigeaus eben dem Grunde bis c wieder auf u. s. f. so daßer unaufhörlich die hin- und herfchwingende Bewegungfortsetzen würde, wenn nicht äußere Hindernisse ent-gegen stehen.
Eine
in) De vi repercussionis. Lugd. Batav. 1686. 4. cap. XXX.prop. 91.