336 II. Von Tartesius bis Newton.
so verhalt«, wie die Peripherie zum Durchmesser, undalle Schwünge in der Cykloide gleichzeitig sind, soleitete er hieraus dieß neue Gesetz der Pendelbeweguiigim Kreise ab: die Zeitdauer eines unendlichkleinen Schwunges verhält sich zur Zeit«Lauer des freyen Falles durch die gedoprpelte Länge des Pendels, wie die Peri«pherie zum Durchmesser. Uebrigens war H u yrgenS ebenfalls nicht im Stande, die Zeit zu beftim«men, welche ein Pendel gebraucht, um einen Qua«dranten zu durchlaufen. Huygens hatte also dochwenigstens die bereits von Galilei entdeckten undoben angeführten Gesetze (S. 70.) der Pendelbewergung im Kreise mit einem neuen eben angeführten Gersetze bereichert. Dieses Gesetz hob aber alle Schwierrigkciten, welche der P. Mersenne und andere beyder Vergleichung des senkrechten freyen Falles mit demFalle der Pendel zu finden glaubten, und daher sogarzweifelten, daß fich die durch den Fall zurückgelegtenWege wie die Quadrate der Zeiten verhielten. Huy«g e n s fand nämlich aus Versuche,.? die Länge des Se-kundenpendels 442^ Pariser Linien oder Z Fuß 2 Zoll8^Linieu; jedoch führt er nicht umständlich an, wielind wo er diese Lange gefunden habe. Hieraus berechrnek er nun weitläuftig mit Hülfe dieses eben angeführ,len Gesetzes und mit Gebrauch des Verhältnissesitzrzzz, als das Verhältniß des Durchmesserszur Peripherie, die Fallhöhe der Körper, und findetLiefe, wie er sich ausdrückt, proxime pecium l z etunciae unius. Er versichert, daß diese Rechnungmit seinen sehr genaue» Versuchen ausS pünktlichstezutreffe. Die zur Prüfung dieser berechneten Größeangestellten Versuche waren diese: er ließ ein StückBley in dem Augenblicke fallen, da er das Sekun«