392 II. Von Cartesius bis Newton.
Die Lehre von der Bewegnng flüssiger Körper ist !in diesem Zeitraum weit glücklicher, als in der ersten ;Epoche bearbeitet worden. Da man überzeugt war,daß flüssige Körper eben so gut, wie feste, schwer wär 'ren, nnd folglich mit bcschlemiigker Bewegnng gegenden Mittelpimkl der Erde sich bewegen müßten, wo- ifern sie nicht durch irgend ein Hinderniß aufgehaltenwürden, so war man auch bemühet, die Geschwindigr jkeic, womit eine in einem Gefäße befindliche Materie ,aus irgend einer Oeffnung desselben ausströmt, und 'zugleich die Aienge Wassers, welche in einer gewissen ;Zeit abfließt, näher zu bestimmen. Ein vorzüglicheslicht erhielt besonders die Lehre vom Saugen der Was-serpumpen und Heber, von welchen die Alten so schö-ne Kunstwerke hinterlassen hatten, ohne jedoch ihreWirkung richtig erklären zu können. z
Wenn man die Erfahrung zu Hülfe nimmt, so !wird man leicht bemerken, daß die Geschwindigkeit 'und die Wassermenge, die aus einer Oeffnung eines >Gefäßes in einer gegebene» Zeit abfließt, auf die Hör jhe des Wassers im Gefäße über der Oeffnung ankom-me. Denn je größer diese Höhe ist, desto geschwinder ywird es aus einer Oeffnung im Boden ablaufen, undaus einer Seitenöffnung des Gefäßes wegfprihen.Ohne Zweifel war schon diese gemeinste Erfahrung Ver-anlassung genug, diese Gegenstände näher zu untersu-chen. Man wußte noch nicht, wie die Geschwindig-keit des ausströmenden Wassers mit seiner Höhe zusam-menhange. Der erste, welcher hierüber etwas bestimm-tes durch Erfahrung lehne, war der Benedicriner vomMonte Casino um 1640, Dom Benedikt Castel-li q ). Er glaubte vermöge seiner Versuche gefunden
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<z) Della misura dell* acqua correuti. Diese kleine Scörift
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