Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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446 H. Von Lartesüls bis Newton.

tt eine halb aufgeblasene mithin noch sehr schlaffe Bla-se in den Necipienren der Luftpumpe; diese schwoll so-gleich auf, als die Luft aus dem Recipienten ausgezo-gen wurde, welches abermals die starke ausdehnende ■Kraft der Luft bewiest. Ueberdem brachte auch Guer iriefe seine Luftpumpe auf die höchst möglichste Stelle ;seines Hauses, verband mit ihr eine Röhre, die sich 'bis zur Erdfiäche in einen Recipienten erstreckte, der 1luftleer gemacht werden sollte. Auf diese Art machteer auch den Recipienten wirklich so luftleer, als wenndieser mit der Maschine unmittelbar verbunden gewe-sen wäre. Dieß konnte nun nicht anders möglich seyn,

' als daß die Lust im Recipienten durch ihre expansiveKraft in der langen Röhre hinaufstieg, und in dee iHöhe ausgctrieben wurde.

Aus diesen Versuchen schloß nun Guer ickesehr natürlich, daß die niedriger liegenden Luftschicht ■teil in einem weit stärker comprimirken Zustande, mit- 'hin dichter, als die höher liegenden, seyn müssen. Ersagte nämlich ganz richtig, die atmosphärische Luft kön-ne wegen der Elasticität an allen Stellen nicht einer-ley Dichte besitzen; denn nothwendig müsse diejenigeLuftschichle, welche niedriger läge als eine andere,auch von einer höhern Luftsäule, mithin stärker ge,druckt werden, und daher mehr comprünirt oder dich-ter seyn, als diese. Um aber auch diese SchlüsseLurch Erfahrung zu bestätigen, stellte er folgendenVersuch an. Er schloß in einem gläsernen GefäßeLuft, wie sie sich unten an der Erdstäche befindet, miteinem Hahne ein, brachte selbiges auf eine Höhe, undöffnete den Hahn. Der Erfolg davon war, daß -inTheil Luft aus dem Gefäße Lurch den Hahn mit einemZischen heraus fuhr. Nachdem er nun das Ge'äß

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