482 II. Von Cartesius bis Newton.
wovon nur die vertikalen allein die Wirkung des Störßes ausdrücke». Diese vertikalen Seitenlinien sindaber die Fallcäume, welche sich wie die Zahlen i, z,s, 7, 9 u. f. verhalten. Die horizontalen Seüenlirnien fallen gänzlich hinweg, weil der fallende Körper»nie der Bewegung der Erde gleichförmig fortgeht.Es fällt daher auch dieser Grund gegen das copernica-nifche System gänzlich hinweg. Was endlich nochdie Einwürfe des Riccioli betriff y die er, wirTycho de Brahe , aus der heiligen Schrift demcopernicanifchen Systeme entgegenstellte, so warenschon diese befriedigend genug widerlegt.
Dagegen wurde das copernicanifche System ver-theidigt von I s m a e l B u l l i a l d u 6 ¥ ), DanielLi pstorp , ) und Johann Wilkinö ').
Mehr hievon muß die Geschichte der Astronomielehren.
Sonne.
Daß die Sonne ein wirkliches Feuer sey, wieschon die Alken vermuthet hauen, schien sich »och mehrdadurch zu bestätigen, da man durch Glaser entdeckte,daß ihre Strahlen in einen engen Raum zusammenge-bracht entzündliche Körper anzündeten. So stelltesich Kircher s ) die Sonne als ein Meer von wallen-dem Feuer vor, wie fliessendes und wallendes Kupferim Schmelzofen. Seine Abbildung davon, wie er
und
p) Philolaus. libri IV. Amstelod. 1654. 4.
<j) Copernicus redivivus s. de vero mundi systemate liberuiius. Lugd. Batav. 1651. 4.f) Copernic. defend’d. Lond. 1660. 4. VertheidigtetCopernicus durch Doppeimayr. Leipz. 1713. 4.a) Mundus subterraneus. Amstel. 1678* sol. p. 64.