i. Allg. Physik, c. von d. Wcltkörpem. 493
den Keplcrischen Tafel» hätte sie an diesem Tage nurauvwärrS am Souncuralide vorbey streiche» sollen.Außer dem Horrockes wurde diese Erscheinung auchvon seinem Freunde Williani Crabro», welchenersterer daraus ausmerksam gemacht harte, zu Manchemfler beobachtet. Selbst Hevel bemerkt, daß er die-se Begebenheit wahrgenommen, er habe sie aber uichtfür die VeuiiS, sonder» für eine» kleine» Sonnen«flecken gehalten a ). Sonst laßt sich der Durchgangeines von diesen beyden Planeten durch die Sonnen-scheide von ein-em Sonnenfleckrn am besten dadurch un-terscheiden, Laß verdunkele Flecken, welcher von demPlaneten herrührt, jederzeit rund erscheinet, und daßdie Bewegung des Planetcnflecken weit geschwindervor der Sounenscheibe vorübergeht, als ein dauerhaf-ter Sonnenflcck.
Die Durchgänge besonders der Venus durch dieSounenscheibe sind für die Sternkunde äußerst wichtig,indem sie die sichersten Mine! abgeben, die Sonnen-parallape zu bestimmen. Auch ist wirklich in den neu-crit Zeiten diese Parallaxe durch eine solche Himmels-begebeiiheit ziemlich übereinstimmend gefunden worden.
Franz Fontana °) führt an, daß er bey derBeobachtung der Venus in ihren Phasen ein und denandern runden schwarze» Fleck bald außerhalb derErleuchtung, bald innerhalb derselben wahrgenommenhabe. Allein weder Gassendi, noch Riccioliund andere haben einen solchen schwarzen Flecken inder Venus eindecken kennen. Im Jahre >656 end-lich
11) ler. Horoccii Venus in sole visa, in Hevelii Mercurioin sole vilo. p m. sqq.
0) Nouae coelestium et terrestriutn rerum obferuationes,specillis a se iiiuenns et aJ summa.n perfectionem per-ductis. Ncap. XO4Ö. 4. tract. 5. ,cap. s.