i. Allg. Physik, c. von d. Weltkörpem. 497
anders als eine Ellipse erscheinen. Die Fläche des ÜtinigeS behälc vermöge der Beobachtungen eine unter sichparallele Lage durch die ganze Laufbahn deSSakurnus;daraus folgt, daß dieselbe erweitert während einemzojährigcn Umlaufe des Sarurnus zweymal durch dirSonne gehen muß, wo alsdenn der Ring nur der Dickenach erleuchtet wird, der aber zu gering isi, als daßwir selbigen noch bemerken könnten. Der Schatten,weichen diese Dicke auf SmurnuS Scheibe wirft, bil-det daselbst einen dunkeln Streifen, welcher aber- nurdurch starke Fernröhre beobachtet werden kaun,, und eibeweiset, daß Saturn und sein Ring dunkele Körpersind, die von der Sonne erleuchtet werden. Die zweyPunkte, in welchen die Fläche des Ringes die Flach«der Ekliptik durchschneidet, kann man die Knotet!LeS Ringes nennen. Stellt man sich durch den Mit-telpunkt des Ringes eine Axe auf der Fläche desselbensenkrecht vor, so bezeichnen ihre Endpunkte am Him-mel die Pole des Ringes. Nach den Beobachtungenfällt der Nordpol aus der Sonne beobachtet gegen den17 0 der Zwillinge und der Südpol gegen den 17° desSchuhen, also liegen die Knoten in der Flache derEkliptik im 170 der Jungfrau und dem 17° der Fische.Könnten wir den Ring des Saturnus aus diesen sei-nen Polen betrachten, so würde er uns als ein denSaturn umgebender völlig eoncentrifcher Ring erschei-nen. Sehen wir nun den Saturn in Leu Zeichen veSSchuhen und der Zwillinge, oder steht der Saturttvon der Erde aus gesehen in den Zeichen der Zwilling«und des Schützen, so befinden wir uns gerade an denStellen, von welchen die Fläche des Ringes am wei-testen entfernt ist, und sie bildet eine weit geöffnete El-lipse, deren große Axe sich zur kleinen wie j zu im.3 i£°, d. i. beynahe wie 1: § verhält, daher die klein«Axe ein wenig größer, als SaturnusDurchmeffer seyn,
' , Fischer'« Gesch. v. Physik. l.D. 3* oder