Band 
Zweyter Band. [Erste Periode, zweyte Epoche/zweite Periode, erste Epoche.]
Seite
48
JPEG-Download
 

48 II. Von Cartefms bis Newton.

Man hakte schon vor der Entdeckung des Geftt«zes der Strahlenbrechung gefunLe», daß die Größe derBrechung sich nicht nach der Dichtigkeit der brechet»den Materie richte. (Th. l. S. 170.). Auch Carrerfiu* h ) führt in einem Briefe an den P. Merfennean, daß das Terpentinöl weit stärker, als die dichtet«Salzauiflöfungen das Licht breche. Nach der Zeit sindmehrere Versuche dieser Art gemacht worden. Soführt Boylc ') in einem Briefe an den damaligenSccrcrair der königlichen Gesellschaft zu London, Ol-denburg , vom zrcn Nov. 1664.au, daß das Bre-chungSverhältniß für Weingeist, wie 4 : z . mithinfeine brechende Kraft größer als die des Wassers sey;überbeut besitze das Terpentinöl, welches noch leichterals Weingeist sey, nicht allein eine größere brechendeKraft als das gemeine Wasser, sondern auch als dasSalzwasser. In eben demselben Jahre am 9ten Nov.gab D. Ho oke k ) der Gesellschaft Nachricht von ei-nem Versuche mit reinem und hellem Baumöle, dessenbrechende Kraft er größer als aller bisher versuchtenFlüssigkeiten gefunden halte. Bey einem Einfallswin-kel von 30° war der Brechungswinkel nicht kleinerals 46° 30', und bey dem Einfallswinkel von 20°war er 29 0 47'. Weil die Mitglieder die Brechungim Salzwasser stärker als im süßen Wasser fanden, sostellten sie auch Versuche mit Vitriol Salpeter undAlaunausiösungen an, und beobachteten, daß die bey-den erstern eine etwas größere brechende Kraft als ge-meines Wasser, die letztere aber eine etwas geringerehalle

Am

h) Epistolar. P. III. epist. XXXIII. p. 104.

i) Birch’s hißory. V«l. I. p. 48®.

k) Ibici, p. 483.

!) Ibid. p. 50I.