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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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48 V.Voii Priesiley bis aufd. neuesten Zeiten.

wird, welcher die umgebende Luft plötzlich und mitgroßer Gewalt ausdehnt, und alle widerstehenden Kör-per gewaltsam auf die Seite wirft. Wenn man mitWasser angefeuchtetes Schießpulver i» verschlossenenGefäßen entzündet, so erhält man eine Mischung vonkohlensaurem Gas, Salpeterstoffgas und falpeter-halbfaurrm Gas. Die benden ersten Gasarten entistehen durch die Zerlegung der Salpetersäure vermit-telst der Kohlen; das letzte hingegen vermöge desSchwefels, welcher die Salpetersäure eines Theils ih-res Sauerstoffs beraubt, und sich in Schwefelsäureverwandelt hat. Das Knallen des Schießpulvers ist-er plötzlichen Entwickelung dieser Gasarten zuzu-schreiben.

Bey allen diesen Bemühungen glaubte doch derGraf von Rumford, daß dieser wichtige Gegen-stand noch nicht mit gehöriger Sorgfalt und Genauig-keit untersucht worden wäre; er unternahm es daher,denselben durch eine Reihe neuer Versuche mittelst ei-nes neuen Apparats zu seiner Vollkommenheit zu brin-gen '). Diesen außerordentlich kostspieligen Apparatkonnte er erst 1792 zu Staude bringen, als der Auf-trag des Churfürsten von Pfalz - Bayern , feinenKriegsstaat einzurichten, ihn mit Genehmigung dessel-ben in den Besitz aller Hülfsmittel des Münchener Zeughauses fetzte. Die Versuche, welche mit diesemApparate angestellt wurden, bewiesen, daß sie mitRobinS Vorstellungen über die WirkungSart desSchießpulvers nicht vereinbar seyn konnten, undleiteten den Grafen auf eine ganz neue Erklärung-art.Sie ergaben, daß die Kraft des Pulvers nicht, wie

Ro-

e) Philosoph. Transact. for the year 1797. P.II. p ,%%i. Cy.