66 V. Von Priestlep bis aufd. neuesten Zeiten.
kuqeln zu erklären gesucht hat, kritische Bemerkungengemacht. Daß die Feuerkugeln sich nicht in sehr wei«rer Entfernung von der Erdfläche erzeugen oder ent«zünden, das beweise nicht nur ein gewisser Zustandunserer Atmosphäre, sondern auch ihr nachdem Zer«springen sehr bald hörbarer Knall. Wenigstens seyeneinige dieser Erscheinungen, so wie manche Stern«schnuppen, welche von verschiedenen Physikern für großeFeuerkugeln in außerordentlichen Höhen gehalten wüc«den, der Erdfläche so nahe, daß ihre Entfernungkaum einige rooFuß betragen könne; denn man höreihr Geräusch, welches dem Zischen einer steigendenRakete gleiche. Nicht nur seine eigenen, sondernauch D. Benzenberg'S Beobachtungen bestätigtendieß; letzterer zeige, vermittelst parallactischer Höhen»Messungen dieser Körper, ganz unwiderlegltch, daßeinige jener Luflerscheinungen, besonders die kleinenSternschnuppen, der Erdfläche sehe nahe sind. Hier«aus ließen sich nun keine günstigen Folgerungen fürHalley's gewagte Hypothese ziehen, daß die Feuer»kugeln außerhalb unserer Atmosphäre zusammen ball«ten, und eine Bewegung um die Sonne anfingen,oder gar, wie Hartsoeker wollte, terrestrischeKometen seyen. Er sehe nicht ein, wie man diese lehrtere Vorstellung, bey so weniger Uebereinstimmungder Merkmale an Feuerkugeln und wirklichen Kometen,auch nur ««alogisch rechtfertigen wolle, da dir Kome«ten, nach den neuesten Beobachtungen Schröter'Sund anderer Astronomen, keine bloßen Meteore in derPhokoiphäre unserer Sonne sind, auch nicht brennen,wie eine Fackel, sondern planekarische Kuqeln mit «i»ner Lichkhülle umgeben sind, so daß sie auf ihrer derSonne abgekehrten Seile keinen Schatten werfen,
folglich zu den selbstleuchtenden Körpern gehören. Das
Herab«