2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 87
theil von Säuren viel zu gering, und überhaupt nichtvermögend sey, die Kieselerde der GlaSgefaße aufzulö-ftn, welche auch hierbei) undurchsichtig werden muß«reu. Er führt einen Versuch an, durch welchen erwirklich die Verwandlung des Wassers in Erde zu be-weisen glaubt. Er ließ nämlich zwey Retorten, vonwelchen die ein« mit einem Stöpsel im Bauche versehenwar, mit den Halsen zusammenschmelzen, und haltein die ungestöpselte 4 Quentch. destillirteS Wasser ge-gossen; hierauf legte er sie beyde in ein Sandbad,und brachte das Wasser zum Sieden; wenn es in diemit einem Stöpstl versehene Retorte übergegangen war,goß er es, durch Aufhebung derselben, in die erste zu-rück, und »hißte solche von neuem. Hierbey verän-derte sich nach und nach das Wasser, es schien im Sie-den einem siedenden Oele zu gleichen, ward gefärbt,erhielt bey jeder Uebertreibung eine dickere Rinde; beyder sechzehnten ward die Arbeit durch einen Zufallunterbrochen, und das Wasser wog nur noch 2 Quent.46 Gran, der erdige Bodenfah dagegen 4 Gran,welcher, nach de Machy's Meinung, vom Wasserherrührte, weil der Glaöapparat nichts von seinemGewichte verloren hatte. Gegen deMachy führtwiederum Fontana^) an, daß dabey eine Gemein-schaft zwischen der äußern Luft und dem Innern derGefäße statt gefunden habe, mithin die Luft fremdeStoffe habe herbeyführen können. Bey seinen Ver-suchen, welche er in der Absicht angestellt hatte, umdie Veränderung der eingeschlossenen Lust zu beobach-ten,
d) M£moir. für la converfion de l’eau en terre ; in Ro-aier observ. für la physique . Mars 1779- T. XIII.p. 161 sq. in den Leipzig . Sammlungen zur Physik undNattirgcsch. 33.11. Leipz. 1782 . 8. St. I. S.3yf-
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