III
2. Besondere Physik, e. vom Wasser.
Wassers bestimmt. Nach Lavoisier's und MeuS,nier'S Versicherung haben sie a»S 8s Theile» Oxngenund l s Theilen Hydroge» looTheile Wasser, bei» Ge,Wichte nach, erhalte». Hieraus glaubte man mm mitGewißheit schließen zu können, daß caS Wasser ausOxngcn und Hydrogen zufanimengefeht sey. UebrjgenSbesaßen diese Stoffe abgesondert von einander eine sol-che große Verwandtschaft gegen den Wärmestoff, daßsie nie anders, als unter der Gestalt von Gasarceu er,schrinen konnten.
Der erste, welcher diesen Versuchen widersprach,war de la Metherie. Er läugneie die Zersetzungdes Wassers durch das Eisen, weil man nach seinenVersuchen keine brennbare tust erhalte, wenn manWasser über Eisenfeile hinweggehen lasse. Noch wich,tigere Einwürfe sehten diesen Versuchen Priest ley.Fontana, Klaproth, Westrlinib, Achardu. And. entgegen, unter welchen der vorzüglichste die-ser ist, daß die Zerlegung des Wassers von denAntirphlogistikern nicht durch das Faktum selbst, sondernerst durch die angenommene Erklärung erwiesen werde.
Da die Versuche selbst von einigen Naturforschernbezweifelt wurden, so suchte man sie durch öffentlicheVeranstaltungen zu bestätigen. Das merkwürdigsteExperiment dieser Art ist nach G irtann crs Erzäh-lung folgendes: Man füllte einen vom Schaft genom-menen Flinkenlanf mit dickem Eisendrathe an, welchervorher unter dem Hammer war breit geschlagen wor-den; hierauf wurde der Flinkenlanf mit dem darinenthaltenen Eisendrathe auf das genaueste lind sorgfäl-tigste gewogen, dann mit einem Kitte überzogen, undin einer schiefen Lage in einen Ofen gelegt. Die obereOeffnung des Flintenlaufs wurde hierauf mit einem
großen