1 46 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
diese Ausdehnung durch Verbindung des Wassersmir Kochsalz vermindert, durch Verbindung mit rastvermehrt werde.
Nicht das Wassr, welches sich anfänglich durchKälte zlifaninienzirir dehne sich nn» aus, sonderndurch Mischungsveränderung werde nicht nur die Zu»sammenziehung aufgehoben, sondern es werd' auch ,orgar noch ausgedehnt. Hiermit scheine auch die allge«meine Erfahrung in Verbindung zu siehe», daß zuge»siopfie Gläser, wenn einige inst darin befindlich sey,nicht so leicht beym Gefrieren zerspringen, als offene.
Ueber das Verdunsten des Eises hat C. W i st a r r )interessante Beobachtungen angestellt. Eis, welchesdie Temperatnr des natürlichen FrostpunktS halte,und in einer Stube aufgehangen wurde, deren tustbis auf den künstlichen Gefrierpunkt o° Fahrenh. er-kältet war, erzeugte einen sichtbaren Dunst. Ueber»zeugt, daß dieses zu Folge eines allgemeinen Naturge-setzes geschehe, stellte er einige Versuche zur weiter»Prüfung und Begründung dieses Gesetzes an.
Der Schluß, welchen er aus seinen Beobachten»gen zog, und den er als allgemeines Naturgesetz auf«stellte, war: daß der nicht elastische Dunst von keinerbestimmten absoluten Menge und keinem gegebenenGrade empfindbarer Wärme in dem verdunstenden Kör»per abhänge, sondern lediglich von dem relativen Wär»mcgrade, um welchen dieser Körper die Temperaturder ihn »in gebenden Atmosphäre übertrifft, und daßjener Dunst durch Las Uebsrgehen der Wärme auSdem 'euchlen Kö.per in die ihn berührende tust erzeugtwerd. Ist diese Theorie richtig, schließt er weiter,
so
r) America» Philosoph, Transact-, Vol. III. IV.