Band 
Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
Seite
213
JPEG-Download
 

2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 21z

Licht enberg h ) also geantwortet: in Ansehung desersten Einwurfs scheint die ganze Sache auf einenWorrstreit htnausjulaufen. Es ist nämlich die Redevon demjenigen Wasser, welches in elastischer luftför«miger Gestalt bey keiner Temperatur mehr auf dasHygrometer wirkt, und nicht mehr naß macht. Die«fee Wasser nennt de Lüc Luft; die Gegner feines Sy«stems nennen es aber immer noch Wasser in Luft auf«geiößt. De Lüc hat dabey das für sich, daß sich feineLuft vollkommen so verhält, wie gewöhnliche Luft,die man durch alle in menschlicher Gewalt stehendeKunstgriffe ausgetrocknet und von aller Feuchtigkeitbefreyt hat. Darf man diese letztere trockene Luft nen»nen, so muß es ja auch von jener verstattet seyn. Läßtman in eine solche Luft unter der Glocke nur die min»deste Feuchtigkeit, welche die noch vorräthige Wärmenicht aufzulösen im Stande ist, so wird dieses sogleichdurchs Hygrometer angezeigt. Man hat also Grundgenug, eine Lust, in der das Hygrometer selbst beysehr niedriger Temperatur keine Feuchtigkeit angibt,trocken zu nennen, und wenn sich Bestandtheile in ihrbefinden, die vorher Wasser waren, zu sagen, diesesWasser sey jetzt Luft gewesen. Aber man setze dochden Streit über bloße Nahmen bey Seite, und seheauf die Sache selbst. Es ist hier das Phänomen zuerklären, daß oft in einer solchen für das Hygrometersehr trockenen Luft plötzlich eine ungemeine MengeWasser entsteht, und in Regengüssen herabfällt. DeLüc erklärt dieses durch eine Zersetzung dessen, waö erLuft nennt, und worin sich der Wasserdampf verwan«

delt

b) Vorrede zur 6ten Auflage der Erxlebenschen Natmlehre.

S. XXXIl f.

O 3