2. Besondere Physik, e. vom Wasser. 225
Was nun aber die Folgerungen betreffe, welche det ücmik seinen Anhängern aus den hygrologischen an«erkannten Erfahrungen abgeleitet haben, so irrten siesehr, daß das Hygrometer die Abwesenheit oder ?fn sWesenheit aller wässerigen Basis i» der Atmosphäre an»zeigen solle, mithin auch daö lufrförmige Wasser.Die Erfahrungen de Lüc's lehrten ja selbst, daß eineempfindliche hygroffopische Substanz im Wasserdamrpfe , der durch die nöthige Wärme durchaus im elastt,scheu Zustande erhalten wird, auf Trcckniß zeige.Nur dann, wenn ein Theil des Dampfs durch Ab»kühlung und Zufammendrückung zerfetzt werde, ent«steht Feuchtigkeit im Dampfe durch die jetzt abgeschie«Vene Basis. Das Hygrometer werde also in der tustnur von demjenigen Wasser afficirt, das als höchstfein zertheiltes liquides Wasser darin schwebt, unddurch Zersetzung des Dampfs darin niedergeschlagenist. De Lüc müsse erst beweisen, daß die hygroffo»pische Substanz seines Hygrometers auch Wasserdäm,pfe bey gleicher Temperatur mit demselben zersetze, oderzur Basis des Wassecdampfö eine stärkere Anziehunghabe, als der Warmestoff; sonst brauche man mitde Luc sich nicht zu verwundern, daß das Hygrome«ter in hohen Gegenden der Atmosphäre auf großeTrockniß zeigen, und doch in diesen Gegenden oft plöß«lich ungemein viel Regen entstehen könne, und mankönne ihm nicht die Folgerung zulassen, daß diesesWasser nicht als Dampf, sondern als Luft in der At<mosphare zugegen gewesen seyn müßte.
Die Einwürfe des Hrn. Z y l i u s gegen d e ! ü c'SSystem hat Lichtenberg in einer nach seinem TodeherauSgekommenen kleinen Schrift oft mit Bitterkeitzu begegnen, und des letzter» Theorie zu vertheidigengesucht.
Lischer'» Gesch. d. Physik. Vin. v. P Nach«