Band 
Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
Seite
230
JPEG-Download
 

2ZO V. Von Priestlei) bls aufd. neuesten Zeiten.

so sey dieß schon eine Lücke in jenem Systeme, die nichtleicht ausgefüllt werden könne.

Dieß führe ihn unmittelbar auf die Frage, wieLas Hygrometer afficirt werde? Daß das Wasserjene Veränderungen hervorbringe, nehme er als erwte»sen an; die Meinungen seyen nur darin getheilt, obsich da« Wasser chemisch mit den hygroskopischen Sub»stanzen verbinde, oder ob es sich bloß anhänge, undsich in die Zwifchenräume lagere. De Sanfsüreund de Lüc entschieden für die chemische Wirkung,Z yl tu6 für die bloße Adhäsion. Die erstern hättenalle Analogie mit den Salchygrometern für sich, dlesich chemisch mit dem Wasser verbänden, und demGange der Haarhygroineter und anderer sich näherten;ferner die gewaltsame Wirkung befeuchteter Hygroskopsscher Stoffe, z. B. die Trennung von StetnmassenLurch angefeuchtete Keile; cndiich der Verlust aller Ei,genschaften, den das Wasser durch diese Verbindungerleide. Die Gründe des Hrn. Zylius dagegen:

daß in jeder chemischen Verbindung des Körpers,der als Bestandtheil mit andern Körpern chemisch ver»kiujgr werde, dadurch die Aeußerung seiner charakteri»stischeu Wirkungen verliere; und 2. daß diese Verbin»Lung durch keine physische Kraft aufgehoben, undSem Körper seine vorigen eigenthümlichen Beschaffen»Heilen wieder gegeben werden könnten, dieses aber beyDem Wasser in hygroskopischen Substanzen nicht der-Fall sey, baß daher, wenn Buchöbanm und Elfen»dein sich wie ein Schwamm zusammendrücken ließen.Das Wasser sich eben so daraus wieder herstellen würde: —Liefe Einwürfe bedürften eigentlich als bloße Hypothesegar keiner Widerlegung. Doch füge er noch hinzu.Laß, wenn wir uns an einer hygroskopischen Sub»

stanz