Wasser gleich wieder, wegen der größern Wärme undderen stärkern Expansivkraft. Wenn aber die Wir»kung der Sonnenstrahlen nachlasse, so falle vielleichtauch ein Theil der expansiven Kraft weg, welche jeneals fortleitendes Flnidum der Warme ertheile; und davermöge der Beobachtungen die Erde beständig einegrößere Wärme besitze, als die Atmosphäre, so muß«len sich alsdann die wärmer« Dünste, welche in diekältere Atmospbäre aufstiegen, zum Theil zersetzen,und als liquide Flüssigkeit an die der Luft ausgesetztenKörper anlegen.
Die Verschiedenheit des AnhängenS des Thauesan verschiedene Körper scheint Hrn. L a mpad i uS vorzüg-lich darauf zu beruhen, ob die Körper schon in einigerEntfernung ein Vermögen besitze», die feinen Wasser«theilchen anzuziehen. Einige, z. B. die Metalle,schienen diese sogar zurückzustoßen. Ob nun aber die,seS von der Elektricität, wie Htibe behauptet, odervon der allgemeinen Anziehungskraft der Körper her«rühre, das getraut sich Lampadius nicht zu entfchei,den. Das Wesentlichste von seinen Beobachtungen,die er im Juli 1792 angestellt hatte, besteht in fol-gendem :
Er hatte mehrere Glastafeln in verschiedene Stel,lnngen, Richtungen und Höhen über der Erde ge-bracht, welche alle naß wurden, wenn es thaueke,jedoch die horizontalen mehr, als die vertikal gestellten,und am stärksten auf der untern Fläche. Eine Glas,rafel von 4 Quadratzoll Fläche, auf welche ein Stan-niolstreifcn von 2 Quadratzoll Fläche gelegt war, undwelche ~ Fuß hoch über der Erde in geschnittenemGrase sich befand, wurde am lOlen Juli Abends sobethauek, daß der Stanniol nebst einem Raume von
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