2. Besondere Physik. §.von d. Elektricität, z 2z
positive und die negative, bequem bey einander zu ha»den, welche er einen doppelten Elektrophornennt. Es wird nämlich ein Bret von tiudenhol;etwa 2 Fuß lang, i Fuß breit und l Zoll dick genoin»men, und dasselbe entweder mit Stanniol oder Gold«pavi'er u. dergl. überzogen, so daß auch der äußereRand belegt ist. Um dieses belegte Bret wird einRand von dünnem Holzspan mittelst metallener Nägel,welche bis in die Belegung hinein gehen, befestigt,welche etwa 2 % Linien über das Brelchen hervorragt.Dieß Bret, welches aus diese Weise die Gestalt einerSchüssel hat, wirb mit einer Harzcomposilion ansge»füllt. Der Deckel hierzu hak etwa jo Zoll im Durch»Messer. Hierauf wird nun die eine Seite mit Katzen»oder Hasenbalg, oder auch mit Flanell gerieben, wo-durch sie negativ elckirisirt wird, wogegen aber deraufgesetzte und berührte Deckel die positive Elektricitäterhält. Auf die andere Seite wird nun ein messinge-ner Ring gestellt, welcher etwa i Zoll im Durchmesserund dieselbe Höhe hat; auf diesen wird der auf derStelle gewesene und, berührte Deckel gebracht, wo-durch die Stelle des Harzkuchcns, welche der Ringberührt, positive Elektricität 'erhält. Nach dieserVerrichtung wird der Ring mittelst eines Nichtleiters,z.B. einer Stange Siegellack, einer Glassäule, eine»Federkiels u. f. f. ein wenig uns feiner vorigen tageverschoben, so daß derselbe etwa nach acht Verrtch»tuugen über den ganzen Raum dieser Seite gekommenist, worauf er ganz abgenommen wird. Dadurch istnun diese Seite positiv geworden, mithin erlangt derauf derselben gelegte und berührte Deckel die negativeElektricität. Hieraus sieht man also, daß beydeElektricitäten sich nun neben einander besinden, undauf brqueme Art benutzt werden können. Mit der
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