> 2 . Besondere Physik, g. von d. Elektricität. 4P5
Die Vortheile dieses Instruments schienen Ca»vallo'n") auf den ersten Augenblick so einleuchtend,daß er sich bald eins anschaffte. Allein wenige Ver«suche damit zeigten bald, daß es nicht zuverlässigwäre, weil der Gebrauch desselben gemeiniglich zwey,deutige Resultate gab. Bisweilen zeigte es nacheinerley Verfahren verschiedene Elektricitäeen, ein an,dereS mal wieder einerley Elektricität, wenn eü, wergen Verschiedenheit der ursprünglichen Mittheilung,verschiedene Elektricitäten hätte anzeigen sollen. Al»lein sein noch merklicherer Fehler bestand darin, daßes bey oft wiederholten Versuchen gemeiniglich ebendieselbe Elektricität beständig zeigte, die er ihm beymersten Versuche mitgetheilt haue. Cavallo konntekeinen andern Grund davon finden, als daß die ge»firnißten Flächen vielleicht selbst durch die Berührungelektrisch wurden, und daß sie einen Theil der Elekrtricitär behielten, welche man ihnen beym ersten Ver,suche mitgetheilt hakte.
Um diesen Fehler zu vermeiden, versuchte Ca,vallo folgende Verbesserung an diesem Instrumentezu machen: er nahm drey große flache zinnerne, abernicht gefirnißte Platten A, B, C, wovon jede in per»pendikulärer Lage von einem besondern gläsernen Ge»stelle getragen wurde. Man konnte sie entweder ineiner beliebigen Entfernung gegen einander über fiel»len, ohne daß sie sich berührten, oder sie auch sichan den Seiten berühren lassen. Mit diesen Plattenkonnte nun eben so wie mit dem Bennetschen Dupli»takor verfahren werden. Es wurden nämlich die bey»
den
p) Vollständige Abhandlung der Elektricitcktslehr». Leipj.
1797- 8 . D.II. S. 1 Ü 7 f.