48 o V. Von Priesiley bis aufd. neuesten Zeilen.
zu nehmen.. Diesen seinen Gedanken brachte er auchmit Erfolg in Ausübung.
Kohlreif^) in Petersburg gebrauchte bey sei-ner Glaeschnbenmaschine hölzerne Scheiben, wenn ernegative Elektricität erhalten wollte. Dergleichen ver-fertigt man aus wenig harzigem Holze, und durch«bohrt sie mit vielen kleinen löchern, damit die von denHintern Reiberu erregte Elektricität sogleich zu den Anf«fangsspihen des EonduktorS komme, welches sonstnicht erfolgen wurde, weil das Holz die elektrische Ma-terie nicht so leicht über seine Oberfläche gehen läßt,als das Glas. Hierauf wird die Scheibe geglättet,und über einem starken Kohlenfeuer geröstet, nicht abergebrannt. Die Reiher hierzu sind kurzhaarigesRauchwerk, als z. B. Maulmurföfell u. f. w. Dieseidene Einfassung, welche Kohkreis dem Kissen zurpositiven Elektricität gibt, scheint ihm hier überflüssigzu seyn. Gleich nach dem Rösten wird die Scheibe,welche sich gewöhnlich etwas zu krümmen pflegt, zwi-schen weiches Papier gelegt, und mit Gewichten be-schwert.
Van Marum schlug statt des Glases eineScheibe von Gummilack vor, deren unterer Theil inein Gefäß von Quecksilber reicht, und sich beym Um-laufen an dasselbe reibt. Dieser Vorschlag hat aberkeinen Beyfall gesunden.
Schon im Jahre 1772 rieth Jngenholiß")wegen der Zerbrechlichkeit und Kostbarkeit großer
Glaö<
k) Gothaischcs Magazin. D.l. St.Z. S. 10.
l) Abhandlung über das Elektrisircn; a. d. Holland, vonMöller. Gotha 1777.
m) Vermischte Schriften von Molitor. Wien 1784- Zr.8 . D. I. S. 181.