494 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
keine sichere Schlußsolge zu ziehen war. Er fandnämlich, daß die Versuche während des Sommersallezeit glückten, allein im Winker fand dieses zwarbey den Elektrometerverfuchen start, hingegen beyAnstellung des Versuche , einen Eisendrarh zu schmelrzen, zerbrachen die Flaschen allezeit unter dem Laden,wenn er 8 Zoll Drarh damit schmelzen wollte. Die»selben Flaschen, welche er im Sommer gebraucht halte,ließen sich im Winker, ohne zu zerbrechen, nicht ein»mal so stark laden, um nur s Zoll zu schmelzen. Die»ser Erfolg ereignete sich so anhaltend, und er hartehierdurch so viele Glaser zerbrochen, daß er sich ge»nöthigt sah, das Schmelzen von mehr als 4 Zoll Ei«fendrakh mit Flaschen von gewöhnlicher Größe zuunterlassen.
Was der Grund von dieser Erscheinung sey,läßt sich nach Cuthberson's Meinung nicht leichtausmachen. Es scheine, als wenn hier einigermaßendasselbe statt finde, als beym'dicken Glase, welchesnie eine so starke Ladung als das dünne vertragenkönne, und als wenn deßwegen auch die nämlicheFlasche im Sommer auch viel starker geladen wer,den könne, als im Winter. Auch hat er geglaubt,daß es von der Wirkung der Kälte auf die Porendes Glases abhängen könne, und daß sich diesem Um»stände durch Hülfe der Erwärmung abhelfen ließe. Al»lein er konnte nicht bemerken, daß dieß einig« Verän-derung bewirkt hätte. Dieß sey jedoch nicht so leichtzu bestimmen, denn das Erwärmen der Flaschen verur-sache, daß diese die Feuchtigkeit von dem unbeleglenTheile verlören; und weil belegte Flaschen ohne Feuch-tigkeit nie so stark geladen werden könnten, als wennste biö zügelnem gewissen Grade angefeuchtet worden.