2. Besondere Physik. §. von d. Elektricität. 507
Endlich bemerkt Cavallo, daß, da die elektri-sche Flüssigkeit sehr elastisch sey, und sich desto unge-hinderter ausdehne, je mehr der Widerstand der tustentfernt sey, «S unnatürlich scheine, daß sie unfähigseyn sollte, ein vollkommneS Vacuum zu burchdriugen.Und doch scheine dieß durch W a l sh'S und M o r g a n'sVersuche ausgemacht zu sey» , und es bleibe un«nichts übrig, als die Ursache einer so merkwürdigenEigenschaft zu erforschen.
Candi") hingegen bestreiket überhaupt alle die-jenigen Versuche, welche beweisen sollen, daß daselektrische Licht im völlig luftleeren Raume nicht startfinden könne. In Ansehung des Morganschen Ver-suchs bemerkt er zuerst, daß, wenn man auch wirklichinwendig in der Röhre kein elektrisches Licht wahr-nimmt, man daraus noch nicht auf eine vollkommneUnzugänglichkeil des leeren Raums in Ansehung derElektricität schließen könne; alles, was man darausabnehmen könnte, wäre,, daß die Bewegung des Flui-dums so schnell ist, daß sie dem Auge unbemerkbacbleibt. Aus eben der Ursache sieht man bisweilen ineiner gewissen Entfernung vom Endpunkte einer an derKette befestigten Stange ein leuchtendes Flämmchen,das elektrische Licht bewegt sich da von dem Punkte miteiner solchen Geschwindigkeit, daß es unsichtbar bleibt,bis es sich durch den Widerstand der umgebenden Luft inviele leuchtende Theilchen theilt, die sich insgesammtwieder in einem einzigen Punkte vereinigen. BeyWiederholung der Morganschen Versuche sah er daSelektrische Feuer im Innern der Röhre leuchten. Hierzuwird zwar eine große Dunkelheit und eiu gutes Auge
erfor-
e) ölemoir. de l’Acad. roy. des scienc. 3 Turin . Tom. V.übers. in G r en's Journal der Physik. B. IV. ©.93 f.