5 16 V. VonPriestley bis aufd. neuesten Zeiten.
entscheiden. Zu seinen Versuchen wählte er nun solchePersonen, die mit der Elektricität vertraut genug wa-reu, um dabey ganz kaltblütig zu seyn. Allein allediese Versuche ergaben, daß die Elektricität auf denPuls keinen Einfluß habe, und er vermuthete daher,daß, wenn man eine merkliche Beschleunigung des Pulsesbey einer elektrisirten Person beobachtet habe, solchesin den meisten Fällen durch einige Furcht, welche dieeleklristrle Person gehabt habe, verursacht worden sey.
Selbst Cavallo hatte schon vor van Mairti m's Versuchen, in seiner zweyte» Ausgabe der me«dicinischen Elektricität, bemerkt, daß er sich nicht erinrneu, könne, daß sein Puls durchs Elektrisiren je ge«schwindet geschlagen hätte, ohnerachlet er den Versuchwchrmalö, und unter verschiedenen Umstünden wie«berholt habe. Dennoch habe ihm Partingtonversichert, daß das Elektrisiren die gewöhnliche Zahlder Pulsfchläge, wenn auch nicht in einem gesunden,doch gewiß in einem ungesunden Zustande des Körpers,»mein Beträchtliches vermehre.
Ja man hat nachher, ohnerachtet van Marum'sVersuche so entscheidend zu seyn schienen, gleichwohlwieder behauptet, daß der Puls im Allgemeinen vonder Elektricität beschleunigt werde, und daß überhauptdie Elektricität die Ausdünstung befördere'). Daherhielt es van Marum für rachfam, Versuche dieserArt zu wiederholen, um diesen Gegenstand gänzlichzn entscheiden. Diese Versuche zeigten ebenfalls, wiedie vorigen, daß eine sehr beträchtliche Unregelmäßig-keit in dem Pulse einiger Personen start jfinde, und
daß
i) M. s. B ö ckh's Anwendung der Elektricität auf denmenschlichen Körper. Erlang, r/gl. 8.