532 V. Von Priestley öls aufd. neuesten Zeiten.
keinen Centralfleck fand. Nun ließ er über ein Stückpolirkes Kupfer, welches er naß gemacht halte, dieExplosion gehen, und fand bloß einen langen Strichan dem Rande der benetzten Stelle, welcher auf derSeite des Wasser« gut begrenzt war, auf der entge-gengesetzten Seite sich aber eben so, wie vorhin, all«mähltg verlor. Bey diesen und andern Versuchenbeobachtete Priestley , daß die elektrische Materiedas Wasser vermied, und sich ziemlich hoch in dieLuft begab, um das Metall zu erreichen.
Den Grund der Erscheinung der Kreise scheintPriestley darin zu suchen, daß dar elektrische Flui-dum elastisch sey, so daß sich die Theilchen derselbenvermöge ihrer Elasticität zurückstoßen.
Als Priestley Price'n von diesem Versuch«Nachricht ertheilt hatte, meldete dieser jenem, daßdiejenigen Kreise, welche unter dem Namen Zauber-ringe bekannt sind und vom Blitze entstehen sollen,vielleicht mit den erwähnten Kreisen eine Aehnlichkeithaben dürsten, außer daß sie keinen Cenrralflrck be-sitzen. Priestley haue nachher einen solchen Zau-berring untersucht. Er halte ohngefähr z Fuß imDurchmesser, der Ring war ohngefähr 9 Zoll breit.Ie ssop will es durch Erfahrung bestätigt gefundenhaben, daß die Zauberrjnge wirklich eine Wirkungdes Blitzes wären. Man fand nämlich nach einemstarken Gewitter auf einer Wiese einen Kreis von irbis 15 Fuß im Durchmesser, dessen Rand etwa 1Fuß breit frisch versengt war, und an dieser Stellekam das Gras im folgenden Jahr weit frischer undgrüner hervor.
Aus diesem Grunde hat Ca vallo die Ringe,welche auf glatt politten Oberflächen von Metallen durch
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