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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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2. Besondere Physik. von d. Elektricität. 565

1. Die Elektricität äußert sich öfter ohne Gewit»ter, als im Gewitter.

2. Sie wird auch häufiger durch trockene alsdurch regnigte Wolken veranlaßt.

z. Sie ist öfter positiv als negativ, besonderswenn sie durch stehende Wolken veranlaßt wird, weildiese ohne Zweifel zu entfernt sind, als daß die ausder Erde steigende Elektricität bis dahin reichen könnte;im entgegengesetzten Fall ist sie sehr veränderlich.

4. Die Atmosphäre gibt Zeichen von Elektrici»rät zu allen Zeiten und zu jeder Stunde des Tags undder Nacht.

Sonst glaubte man, daß die Luftelektricität durchReibung der Lufttheilchen an einander verursache werde.Denn als de Sauffüre, um die Elektricität ausden höher» Gegenden der Atmosphäre abzuleiten, eineBleykugel an einer Schnur von Silberfaden in dieHöhe schleuderte, so wurde ihm von Landriani derEinwurf gemacht, ob nicht die Elektricität, welchedie Kugel im Fluge erhält, durch ihr Reiben an derLuft könne erzeugt werden? Um dieß genauer zu un»rersuchen, nahm de Saussüre eine an einer seidenenSchnur befestigte Kugel, und schwang sie mit großerSchnelligkeit «ine Zeitlang in der Luft herum; alleiner bemerkte auch nicht die geringste Elektricität. End»lich wurde Volta durch die bey Wasserfällen undStrudeln, ja selbst bey Schleusen und Mühlrädernbemerkte Elektricität, welche Tralles") beschreibtund aus dem Reiben der Wassertheilchen an der Lufterklärt, veranlaßt, die Sache einer genauern Prü»fung zu unterwerfen. Wiederholte Versuche bewiesen

ihn

w) Beytrag zur Lehre der Elektricität. Bern 1786. 8.

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