57o V.Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.
Ob man gleich dieser Erklärung entgegenfttzenkann, daß die tust, welche sonst ein Nichtleiter ist,hier als das Mittel der elektrischen Mittheilung ange-nommen wird, so lehrt doch die Erfahrung, daß sichdie tust in Ansehung der Spitzen wie ein leitender Kör-per verhält. Wenn man z. B. zwey oder wahrereMädeln mit aufwärt« gekehrten Svihen auf den erstenLetter der Maschine befestigt, so wird man dadurchbenm Gange der Maschine die tust des Zimmers inweniger als einer Viertelstunde Zeit sehr merklich durchMittheilung elektrisirt finden; sie bleibt auch so,wenn man gleich die Maschine aus dem Zimmer weg-bringen läßt. Indessen erklärt dieß doch noch nichtdir Art und Weise, warum die Elektricität mit solcherLeichtigkeit von den Spitzen aufgenommen oder ausge-sendet werde. Cavallo sucht aber auch diese Wir-kung auf folgende Art zu erklären. Er sagt: bringtwan »inen spitzigen, nicht isolirten Leiter gegen einenelektrischen Körper, so besitzt er eigentlich nicht die Ei-gensdaft, Elektricität an sich zu ziehen. Er wirktbloß wie ein nichtisolirter Leiter, der dem Uebergangeder rlekkrisicten Materie keinen Widerstand leistet.Wäre eben dieser Leiter nicht spitzig, sonder» hätte erein« runde oder platte Fläche, die man dem elektrischenKörper entgegen halten könnte, so würde er auch inLtesem Falle dem Uebergange der elektrischen Materiekeinen größern Widerstand leisten. Die Ursache aber,warnm die elektrische Materie nicht ganz so leicht ausdem elektrissrten Körper in den kugelförmigen oder fla-chen Leiter übergeht, als in den spitzigen, liegt darin,weil in dem erstern Falle die Jntensttät der Elektrici-tät in dem elekkrifirten Körper durch die dagegen ge-haltene ebene Fläche geschwächt wird; denn diese nimmtdie entgegengesetzte Elektricität an, hält folglich der
vrrria-