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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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574 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.

r. Wenn sich Gewitterwolken in einer »nd dernämlichen Luftschicht bilden und all« zu gleicher Zeit«ntstehen, so weiß man gar keine Ursache anzugeben,warum einige eine so große Menge, andere aber einenMangel an elektrischer Materie enthalten sollten. ESsey daher völlig unbegreiflich, daß bey Gen-itterwol«ken, weiche eine völlig zusammenhängende Masse bil»deren und den Himmel ale solche überzögen, sich hie undda die Elektricität nur anhäufen sollte; da sie dochwegen d-w zusammenhängenden Wolken in der ganzenMasse sich ausbreiten und ino Gleichgewicht sehe» müßte.

2. Gesetzt aber auch, rö fände bey ocr Bildungder Wolken ein solcher unbegreiflicher Unterschied deselektrischen Zustandes zwischen ihnen statt, so sey eSLoch unbegreiflich, wie dieser Zustand fortdauern könne,wenn sie sich vereinigen, da doch die Nebel, woraussie bestehen, Leiter seyen.

z. Lasse sich nicht begreifen, daß das Gewitterbeym Regen noch fortdauern könne, indem die Gewit»lerwoiken durch den herabfallenden Regen, welcher sieMit der Erde in leitende Verbindung bringe, sogleichentladen werden müßten. Wollte man auch nicht an»nehmen, daß die Gewitterwolken durch den Regen inunmittelbare Verbindung kämen, so müsse man docheingestehen, daß sie sich selbst unter einander ins Gleich,gewicht sehen und dem Gewitter ein Ende machenmüßten; denn der Ueberfluß der elektrischen Materiean der einen Seite würde durch den Regen an dieandere übergehen, und man würde von Tropfen zuTropfen ein Leuchten wahrnehmen.

4. Finke man in den hohen Thälern der AlperrGewitter, deren Wolken die Gipfel der Berge rundherum berührten, folglich mit denselben in einer lei«teudcn Verbindung wären, und sich -och nicht emla»

deren.