Band 
Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
Seite
600
JPEG-Download
 

6oo V. VonPriestley bis auf d. neuesten Zeiten.

zeigen die angeschmolzenen metallenen Spitzen; derNachtheil aber, die Anlockung aus größerer Enkfer«mmg, bleibe bey der großen Ladung wie bey dergeringen.

Der Unterschied eines größern oder geringern Ab»stände« eine« Metalls von der Wolke scheine zwarbey der großen Entfernung wenig zu betragen; die Er»fahrung lehre aber doch, daß es, bey übrigens glei»chen Umständen, allerdings darauf ankomme, und daßder Blitz sowohl seinen ersten Anfall, als auch dieSprünge, welche er unterwegs macht, wo oft derUnterschied des AbstandS sehr geringe sey, offenbardarnach richte. Wenn aber Haldane meine, daßneben einem zusammenhängenden Abletter andere Siel»len im Gebäude, wo sich etwa zugespitzte Metalle be»fänden, gleichwohl getroffen werden könnten, wennsich die geladene Luftschicht oder Wetterwolke darüberhm erstrecke, so habe er sich die Umstände des Durch»bruchs vom Blitze nicht recht vorgestellt. Die Ladungan der Unterfiäche der Wetterwolke, und folglich die«ntgegengesihte Elektricität an der Erde, sey zwar weitund breit ausgedehnt; aber jene sowohl als diese muß,ren doch, wie die Erfahrung zeige, zusanunenhänrgende Leiter vorstellen, und also, gleich wie die Bele»gungen unserer Flaschen bey dem Durchbrüche an einerStelle, eine Entladung der ganzen Fläche verursachen.Wäre dieß nicht, haftete die obere Elektricität nur zer»streut als an einem Nichtleiter ohne Belegung, somüßten, gleich dem Funken von einer geriebenen Glas»oder Harzschetbe, von jeder Stelle besondere Blitzeausfabren; es müßte also von der ganzen Uukerflächeder überhlu ziehende» Wolke ein dichter Rege» vonFeuerstrahlen auf die Erde herabstürzen. Glücklicher,

weis«