6o 2 V. Von Priestley bis üllfd. neuesten Zeiten.
rnngen Schutz gewähre. Daß der Blitz eine zurErde führende Strecke Metall, sie möge zufällig vor«Handen oder mit Fleiß angelegt seyn, vorzüglich er«Kreise und sich daran halte, daß er von andern Kör»per», die ihm mehr Widerstand darbiethe», abgeleitetwerde, sey doch letzt nicht mehr eine bloße nach elek«irischen Versuchen gemachte Voraussetzung, sondernschon durch viellältige Ersahrunaen genugsam bestätigt.Wir müßten aber nicht vergesse», den ganzen Weg,welchen der Blitz von der Wolke bis zur Erbe, alsseinem Ziele, zu durchlaufen habe, in Erwägung zuzichen. Er streife nämlich nicht ins Blinde umher,oder suche nur hie und da ein Stück Metall auf, son»dern er nehme nur diejenigen in seiner Bahn mit, wel«che ihn am leichtesten z» seinem Ziele führten. Ueber«Haupt aber müsse diese Bahn nothwendig dahin gehen,wo in dem ganzen Wege zwischen der Wolke und derErde die Summe deö Widerstandes durch die Summeder anlockenden Körper überwogen werde. Darnachließen sich die verschiedenen Fälle beurtheilen.
i. Der Blitz würde also sicherlich dem Ableiterfolgen, wenn er ihn erreicht hätte. Wenn aber ir«gend eine andere vom Ableitet beschützte Stelle einesGebäudes getroffen werde, so könne dieses nur da ge«schehen, wo der Widerstand der Körper, welche erin dem Wege zur Erde zu durchdringen hatte, wenigerbetrug, als wenn der Strahl durch die tust weiterhin den Ableiter zu erreichen gesucht hätte. So z. B.wenn die Wolke von der andern Seit« herkomme, beisonders, wenn sie einer vorstehenden Ecke entgegenkomme, und wenn der Strahl daselbst noch eine guteStrecke Metall zur Herableitung finde. Bey solchenFällen war die Abl?it»ngöstange nicht mitgerroffen.Doch läugne er nicht, daß es auch da, wo die besagten
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