6o4 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zekien.
wie auch die Spuren gezeigt hätten, sey doch der Blitznicht ganz vom Ableiter abgewichen, sondern dasUebr,ge des Strahls sey demselben, so wie sonst, biszur Erde herabgefolgt.
z. Wenn der Strahl nun zur Erde, als seinemZiele, gelangt sey, so breite er sich allerdings auf derFläche aus, welche nach Verhältniß der Wolke in diegegenseitige Elektricität verseht wäre. Die Leitung seyhier freylich etwas unvollkommen oder »»zusammen«hängend. Daher könne man oft dem Wege derFlamme nachspüren. Auf gepflasterk-m, zumal feuch»tem Boden, psiege alsdann der Strahl nur an derOberfläche weiter zu fahren und einen Schein sehenzu lassen; auf offenem Felde aber reisse er auch wohlFurchen «in und sprenge den Rasen auf, indem ersich unter demselben in der Feuchtigkeit ausbreitet. DieWirkung einer solchen Ausbreitung des Strahls seyund bleibe indessen da, wo die gegenseitige Elektricitätgelagert gewesen wäre, d. h- an der Oberfläche derErde. Wo der Blitz durch Feuchtigkeit, oder durchM'tall, «was unter die Oberfläche hineingelocktwerde, da verursache er eine Aufsprengung des Bo»dens; keineswegs sollten wir also das Ende unsererAbleiter in die Erde, oder, wie Haldane meint,bis unter die Grundmauer des Gebäudes einsenken.An der Oberfläche könne der sich ausbreitende Blitz einund anderes vernichten. Menschen, die sich in demUmfange befänden, würden zwar erschüttert, ihnenzuweilen auch die Schuh aufgerissen und die Füße et»was versengt, aber erschlagen würden sie nicht. DerBlitz fahre nicht wieder aufwärts zur Wolke; die bloßeRückkehr der Gegenelektricität zu ihrem Gleichgewichtsey unbedeutend, und gebe keinen Rückschlag. Vondiesem seltenen Falle, dem Rückschläge, der durch eine
Neben«