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Achter Band. [Zweyte Periode, dritte Epoche, zweyter Abschnitt.]
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65 4 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten.

Luft angestellten Versuche zu bemerken. Er und Gra»pengießer in Berlin , ersterer am Herzen, und die«ser an Gedärmen, fanden die Wirkung des Galvani ,fchen ReiheS darauf; daher auch von Humboldtschloß, daß die einer unwillkührlichen Bewegung un,rerworfenen Muskeln eben so gut einen Reitz zeigten,als die andern. Der Galvaniemus auf Pflanzen ge,lang von Humboldt nicht. Er fand, daß die Lei«ter der Elektricität mit Ausnahme einiger wenigen auchLeiter des Galvanismus sind. Er verwarf aber denUnterschied zwischen Leitern und Erregern. Auch wie,derholte er den oben angeführten Versuch des v. Aschmit demselben Erfolg, und bemerkte zugleich, baßwährend der Oxydation Luftblasen auffliegen.

UebrigenS meint von Humboldt, daß wir inder Kenntniß der organischen Materie, wie in der Lehrevon der Elektricität, dem Magnetiemuö, der Verdam,pfltng, der tust und der Wasserzersetzung noch viel zuweit zurück seyen, um die großen Erscheinungen des Gal,vanismus nur einigermaßen vollständig erklären zu können.Er trägt daher die neuern Fakta, abgesondert von allentheoretischen Vermuthungen, vor, doch glaubt er, daßdas, was wir bis jetzt überdies« Gegenstände wissen,zu folgende» Ideen leiten müsse.

Beymischung des Galvanischen Fluidums zn denElementen der Muskelfaser veranlaßt diese Elemente,ihre relative Lage zu verändern, und jede Contraktionist Folge eines veränderten chemischen Mischungezu,standes. In der willkührlichen Muskelbewegung geht,gleichzeitig mit der Idee des Wcllenö, in dem See,lenorgane oder der Medullarsnbstanz der Nerven, wel,che Zweige von jenen sind, ein chemischer Prozeß vor,durch welchen mehr Galvanisches Fluidum plötzlich ab,

geschir.