L. Besondere Physik. §.vond. Elektricität. 66z
Silber herum, welches er mit krystallistctem Braun»fieincxyd auf ähnliche Art behandelte, etwas Kalkentstanden, der schwärzlich war, weil der Versuch imTageslichte angestellt wurde. Da Wärme, wie b«,kaniit, chemische Operationen sehr vielfältig begün«stigt, so kam Ritter auf den Gedanken, auch hiervon ihrem Einfluß Gebrauch zu machen, und wirklichgelang es ihm, bey einer Temperatur von 70 bis 8o°Reaum. das in 4 bis 6 Minuten darzustellen, wo«auf er fönst wenigstens eben so viele Stunden wartenmußte. Sehr oft sah er nun bey dem Zink in der g»schlossenen Kelle die stärkste Oxydation, während derin der ungeschlossenen Kette kaum noch Zeit gehabthatte, eine Spur davon zu bilden.
Aber was ist, frägt Ritter, das Gemeinsamedieser Erscheinungen anders: als Bestimmung einersich im Produkte als chemisch äußernden Thätigkeit,Lurch dieselben Bedingungen, deren Resultat die irri»«able Faser contrahi«? was anders als Galvantsmusin der anorganischen Natur, wie in der organischen?Dasselbe Metall wird hier in seiner Oxydabilirät er-höht , auf dessen Seite im Galvanisiren thierischerTheile ein reißendes Organ am stärksten oder allein con,trahi« wird; dasselbe Metall, welches, wenn dasmit ihm verbundene andere in Säuren aufgelößt wäre,dieses aus denselben metallisch niederscl)lagen würde,gleichsam als wäre es eine Kraft, welche Muskelfasernerschüttert, und Metalle in ihre Elemente anstößt.
Von Humboldt hatte in seinem Versuche überdie gereihte Muskelfaser B. II. S. 4<4. durch einenVersuch erwiesen, daß die Nerven durch positive Elek-tricilät eben so wie durch« Galvanisiren erschüttertwürden. Dieselbe Erscheinung fand auch Ritter bey
Tt 4 der