2. Besondere Physik. §.von d. Elektricität. 757
standtheil dieser Produkte/ al« einfach anzunehmen.Allein dieß sey auch nicht die einzige Ansicht, wel»che das Resultat dieser Versuche darbiethe. W>r kenneten mehrere Stoffe, die bey verschiedene» Verhältnisse»ihrer Bestandtheile unter sehr abwechscluden Modlss»karionen erscheinen kennten. Diese seine Versuch« gaiden ihm auch Veranlassung, eine eigene Einrichtungeines Galvanoskops vorzuschlagen, welche sich auf dieVoraussetzung gründet, baß die Stärke der Wir»k»ng der Säule tm geraden Verhältnisse der Räumestehe, welche die durch sie in einerley Zeit entwickel»ten Gasarten annehmen. Simon scheint das Ro»brrtsonsche nicht gekannt zu haben. Seine Einrich,tung ist folgende: es wird eine Glasröhre unken miteinem Korke, in welchem ein Platina - ober Golddrathbefestigt ist, verschlossen, selbige bis zu einer gewisse»Höhe mit reinem Wasser angefüllt, und in ihre ober«Mündung ein zweyter Platinadrarh» nebst einer krum»men Röhre und daran befindlichen Kugel und Röhre,befestigt. Die Kugel wirb zur Hülste mit einer gefarb»ten Flüssigkeit angefüllt, und die Röhre von so gerin»ger Weite genommen, als es die deutliche Wahrneh,mnng der darein tretenden Flüssigkeit verstattet. Diekrumme Röhre muß mit einem kleinen Tubulus verse,hen sey», der durch einen genau darein passenden Slöp»sei luftdicht geschlossen werden kann, und wodurch manbeym Oeffneu den Wassersiand in der Kugel und derRöhre immer zu einerley Höhe zurückbringt. Wennalsdann das Instrument mit den Enden einer Volta«fchen Säule in Verbindung gesetzt wird, so treibt dassich entbindende Gas die Flüssigkeit in die Röhre hin»auf. Ihr Stand zeigt alsdann an einer dazu bestimm»ten Skale die Stärke der Wirkung in einer bestimm»ten Zeit an.
Fischer'» Gesch. d. Physik. V«i. v- Aaa S«yf»