2. Besondere Physik. §.bon d. Elektricität. 799
geschehe, die daraus Gasblasen entwickelten und eS insein« beyden Grundstoffe zerlegten. Stünden die Merlalle im Wasser zu weit von einander ab, so daß derEntladungsstrom die Wasserschicht nicht durchbrechenkönne, so werde er gezwungen, sich durch sie gleichsamhindurchzuseihen; und daß er bey diesem Durchgang«großen Widerstand finde und die Entladung nur mitMühe geschehe, erkenne man an dem geringen Glanz«der Funkens, der bey diesem Entladen vom Haken derFlasche zum Knopfe des Enrladungsbogens überspringe,und an dem dumpfen, gleichsam schleppenden Ton des«seihen, den man statt des lebhaften augenblicklichenund hellen Schalls bey «inem bloß metallenen Entla»bungsbogen höre.
Schon hieraus lasse sich abnehmen, welchenaußerordentlichen Widerstand die feuchten Leiter in fti«urn Säulen und Brcherappararen dem durch Berührrung der Metalle erregten elektrischen Strome entgegen«sehen müßten. Um ihn aber anch durch direkte Ver«suche zu bewähren und einigermaßer zu schätzen, er«richte man aus einem einzigen Metalle und einem feuch«ten Leiter eine Säule oder einen Becherapparat. Inbeyten findet keine Erregung der Elektricität statt; siebilden nur eine Art von leitender Kette, deren Lei«runxsvermögen bey weitem geringer ist, als die vonbloßen Metallen, wie sich sogleich zeigt, wenn mansie mit in den Entladungskreis schwach geladener Fla«scher bringt. Eine Flasche, welche man beym Entla«den durch Metalle, die man in den Händen hält,eine Erschütterung bi« in den Ellenbogen errege, gebedann nur einen Stoß bis zum Handgelenke, und dieErschütterung sey um so schwächer, je mehr der Schlch«ten und mithin drr feuchten Leiter in solchen Appara,