886 V. Von Priestley bis aufd. neuesten Zeiten. -
beyden Enden dieser Magnete, wie vorher angezeigtist, auflegt, dieselben bis zur Sättigung magnelisirrwerden, ohne daß es nöthig ist, sie noch mit zwey anedern Magneten zu bestreichen.
Vafallt*) hat eine Methode angegeben, «mkünstliche Magnete zu bilden, welche fest und unver«ändrrlich nach den Polen der Erdkugel zeigen. Stattder stählernen Nadeln magnetisire man eine dünne Ellipseaus Stahl, auf deren großer Achse Eisenblech liegt,indem man die beyden Bogen an den Endpunkten die-ser Axe nach der gewöhnlichen Art streicht, und hängedie Ellipse in ihrem Mittelpunkte über eine Mittags«linie auf. Bleibt die Axe in der Mittagelinie, soist die Magnetnadel fertig; wo nicht, so nimmt manauf die bekannte Art von dem einen Pole so viel Mag«nkliömus weg, bis dieß geschieht. Alsdann hat maneine Boussole, deren große Axe stets genau und ohneAbweichung nach den Erdpolen zeigt, wie Va falli,«ilfjährigen Beobachtungen zu Folge, behauptet.
Allein Tremeri bemerkt ganz richtig, daß einesolche Vorrichtung unvermeidlichen Fehlern uiiterworrfen sey, und daß die künstlichen Magnete, wie manauch ihre Gestalt ändere, immer einer Abweichungunterworfen bleiben.
Eine sonderbare Art, Magnetismus zu sammelnund anzuhäufen, führte Lud icke “) in Meisten aufVeranlassung eines Gedankens von v. Arnim überdie Möglichkeit magnetischer Kettenversuche aus. Ererrichtete nämlich aus 50 magnetischen Stahlstäbchen,jeder i| Zoll lang und } Zoll ins Gevierte, die so an
einem«
z) Bulletin des scicne. An 5. p. z 6 u. 44.
a) Gjlberr's Annalen der Physik. D.IX. S.Z76.