9iö V. VonPriestley bis aufd. neuesten Zeiten.
glaube mit dem Sauerstoffe; doch stühe sich dies«Meinung nur auf Versuche mik kohlenstoffhaltigemEisen; allgemeine Gründe dagegen würden sich in dergewöhnlichen Wirkung der Sanecstoffverbindung aufdie Mttallform findeu. Aber was habe diese Metall«form so Auszeichnendes, daß jeder sie wiedererkenne,ohne sich genau den Unterschied zu entwickeln? Erglaub«, man thue Unrecht, wenn man es in dieseoder jene einzelne Eigenschaft sehe; einzeln möchte mansie wohl alle, auch in andern Steffen, wieder finde»,aber nicht so wie sie hier verbunden sind, «ndOxydirbar«feit, Undurchdringlichkeit, Schmelzbarkeir, Wärmeund ElektrUitätSleitung, großes specifisches Gewicht,Cohärrnz u. s. f- machten es zusammen aus. Undalle diese Eigenschaften verschwänden entweder ganzoder zum Theil bey der Verbindung mit dem Sauer,stoffe. Diese Wirkung sey so allgemein, zeigesich auch beym Eisen, wenn tvir es Eisenoxyd nenn,ten, so daß es schwer werde, zu glauben, daß bey ei,nem niedrigen Grabe der Oxydirung das Gegentheilstatt finden sollte. Er kehre dahin zurück, daß derKohlenstoff in verschiedenen Graden der Oxydation sichmit dem Eisen verbinde. Durch die Verbindung mitKohlenstoff werde das Eisen im Stahle specifisch schwe,rer, mit eben diesem Stoff« im Roheisen verbundenspecifisch leichter; dieß müßte daher durch den drittenStoff, den Sauerstoff, bestimmt, und, da nach all,gemeiner Erfahrung der Sauerstoff die Dichtigkeit desKörpers, mit dem er sich verbindet, mindere, derKohlenstoff im Roheisen oxydirter als im Stahle seyn.DaS stimme nicht nur mik dem Resultate aus Berg,mann's angeführten Versuchen über die Menge desentwickelten Wafferstoffgas, sondern auch mit der Er,fahrung überein, daß Stahl schwerer.roste, als je«