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II (1898) Südalpen : A. Mont-Blanc-Gebiet. B. Walliser Alpen / Gottlieb Studer
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de Voyage » in ganz Europa verkündet hat *), und 10 Jahrespäter begann Prof. J. D. Forbes auf dem Mer de Glacebeim Montanvert seine bahnbrechenden Gletscherstudien.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nimmt derBesuch von Chamonix und damit die Häufigkeit der Berg-besteigungen im Mont-Blanc-Massiv rasch zu. Es ist dieshauptsächlich der Entwicklung des kontinentalen Eisen-bahnnetzes und der Verbesserung der Strassen zuzu-schreiben. Speciell in England haben wohl auch dieWandervorträge Albert Smiths dazu beigetragen, Cha­ monix und den Mont-Blanc in die Mode zu bringen.Smith besuchte Chamonix zum erstenmal im Jahr 1838und bestieg den Mont-Blanc 1851. Seine von höchst effekt-vollen, farbenprächtigen Wandelbildern begleiteten Vor-träge hatten einen ausserordentlichen Erfolg, nicht nurfür den Vortragenden, sondern auch als Reklame fürChamonix , mittelbar auch für andere Alpengegenden.

In der ersten Hälfte des Tahrhunderts wurde derMont-Blanc zweiundlünfzigmal bestiegen, in den Jahren18521857 allein vierundsechzigmal!

Je mehr die Zahl der Besteigungen zunahm, destomehr wuchs das Bedürfnis nach neuen Wegen.

1855, 14. August, fanden Rev. C. Hudson, E. S.Kennedy und ihre Gefährten den Weg Baimats 1786über den Dome du Goüter zum Grand Plateau wieder auf.

1859, 29. Juli, entdeckten Rev. C. Hudson mit zweiGefährten und den Führern 31. Anderegg und F. Couttctu. s. w. den Weg vom Grand Plateau über die Bossesdu Dromadaire , der jetzt gewöhnlich begangen wird.

x ) In denImpressions de Voyage, Bd. I, p. 22277, der Buchausgabein 2 Bdn., Paris , s. d. (1834), findet sich der Bericht Balmats über die Be-steigung von 17S0.