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II (1898) Südalpen : A. Mont-Blanc-Gebiet. B. Walliser Alpen / Gottlieb Studer
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Alps, Chap. XIV. Ball, J.: Alpine Guide, Western Alps(new edition 1873), p. 293295 , 302. Conway, W. M.:Climbers Guide to the Central Pennine Alps, p. 7782.Jahrbuch S. A. C. IX, p. 176-201; XV, p. 225-231;XVIII, p. 112143, 411414. Mitteilungen D. u. Ö. A. V.1S84, p. 291; 1886, p. 5. Österr. Alpen -Zeitung 1884, p. 267.Annuaire C. A. F. 1874, p. 454.

8. Nadelhorn (4334 m.), Südlenzspitze (4300 m.),Lenzjoch (ca. 4250 in.).

Das Nadelhorn, auch Westlensspitse geheissen, einName, der freilich nicht gut angebracht erscheint, bildet,wie wir oben pag. 116 gesagt haben, die höchste Erhebungdes Nadelgrats und steht durch die Einsenkung des Lenz-joches in Verbindung mit der Südlenzspitze, die in Saas- Fee wohl auch als Nadelhorn bezeichnet wird. DieseSpitze, die erst im Siegfried-Atlas einen eigenen Namenerhalten hat, bildet den Eckpfeiler, in welchem Nadelgratund Mischabelhörner zusammenstossen. Der Name Nadel-horn erscheint zuerst auf Blatt XXIII der Dufourkarte undmag von dem auffälligen Ohr oder Loch herrühren, dasdicht unter der Spitze den Gipfelgrat von Norden nach Südendurchzieht. In älterer Zeit scheint es das Gassenried-horn geheissen zu haben, weil es den Gletscher gleichenNamens beherrscht. Ob es je Grabenhorn geheissen hat,ist zweifelhaft, dagegen scheint es im Saasthal auch alsDom bezeichnet worden zu sein, wogegen der wahre Dom,Punkt 4554, dort als Grossthal-Dom bezeichnet wurde.

Die erste Besteigung des Nadelhorns gelang schon imJahre 1858. Eine Gesellschaft, bestehend aus den HerrenPfarrer /. J. Imseng, J. Zimmermann, Al, Snpersax,Bapt, Epiney, Frans Andermatten und R. Fr. T., reiste