Einleitung. 13
jederzeit in dem Rand deſſlben. Der Rand umſchlin-get gleichſam ſeine Fuͤſſe; auf der andern Seite hin-gegen erhoͤhct er ſich. Solche ſtarke Waſſer-Falle ſie-het man gar ofters in dem Glarner-Land, zwiſchenDieß bach und Linthal , gegen die Vanten Vruͤke; die-ſer iſt zum Theil als die Quelle des Lint-oder Limmal-Fluſſes anzuſehn; in dem Canton Uri , wann manin das Schächen⸗Thal hinabſieiget, aus welchem dergroſſe Schachen-Bach ſeinen Urſprung hat. Einerder ſchonſten Waſſer⸗Faͤlle, welcher einen Staub Re-gen durch ſeinen Fall erreget, indem ſich die Son-nen- Stralen brechen, findet ſich in dem Lande Wal-lis, auf der Straſſe von St. Moriz, nach Martinach ;der Strom fallt aus einer himmelhohen, einige Mei-len weit in gleicher Hohe und Grade forlgehendenFelſen⸗Wand ſenkelrecht herab; er giebt den Zu-ſchauern, indem ſie ſich ſelbigem naͤhern, wann dieSonne ihre Stralen auf ihn wirft, den entzuͤkendſtenAublik von ſolchen Regen⸗Bogen. Jeder ſiehet, wiebey dem würklichen Regen-Vogen, einen eigenen Vo-gen; er ſiehet aber auch Theile von andern. An denFuͤſſen und in der Mitte der Berge ſind vortreflicheWaſſer⸗Quellen, die den Bewohnern und dem zu Alpegetriebnen Viehe zur Erquikung dienen. Die Meugedieſer Waſſer⸗Quelen nur auf einem Berge iſt beinaheun zahlbar. Oefters enideket man auch heiſſ und kaltemineraliſche Waſſer und Geſundbrunnen . Auch die-ſer Heuwaſſer Anzahl iſt in dem gebuͤrgigen Theil derEidgenoſſiſchen Lande ſo groß, daß nicht alle, ſon-
dern nur die vorzuglichſte derſelben genuzet werden.F. 8. Der nordliche Theil der Eidgenoßſchaft,welcher die Land-Grafſchaft Thurgaͤu, den CantonZurich , die Gralſchaft Vaden, die Frepen Aemtee,einen Theil der Cantous Lucern, Bern , Freyburg,Solothurn , und die Cantons Vaſel und Schafhauſenin