26 Einleitung.
hypochondriſchen und hyſteriſchen Uebeln; in Glieder-Wehen, und in Auszehrung des Leibs, die von einerallzuſchwachen und lokern Verbindung der Theilgendes Bluts ihren Urſprung hat. Die Vad-Gaſte fen-den hier zwar keine zierliche und gepuzte Wohnungen,jedoch gut Speiß und Trank, und uͤber dieſes alleseine ſehr geſunde Luft, die alles erfriſchet, und auchdie ſchlechteſten Huͤtten angenehm machen kann. Diebenachbarten Eidgenoſſen von Bern, Lucern, Genf ,wie auch die angrenzenden Savoyer beſuchen dieſeVader ſleiſfig. Der Zuſpruch von Einheinſchen undFremden wurde noch weit ſtarker ſeyn, wenn die Zu-gange und Straſſen in dieſes erhoͤhetie Verg⸗Thal nichtmit ſo vielen Schwierigkeiten umringet waͤren. DasBrieger-Bad iſt nicht ſo heiß, als das Leuker Bud; eshat ſeinen Namen von dem Fleken Brieg, der einehalbe Stunde davon entfernt liegt. Es befindet ſichan einem aunmuthigen Ort auf einer Ebene, von wel—cher, gegen Mitternacht zu, hohe Berge und ſteileFelſen ſich weit in die Wolken hinauf thuͤrmen. Diewarme Quelle entſteht aus einem Felſen-Verg. DiNatur zeiat ſich an dieſem Ort ſehr bewundrunas—würdig. Aus eben dem Felſen, aus welchem dasVad- Waſſer warm entſpringt, rieſelt auch ein Vachdes kaäneſten Waſers hervor. Die Kraͤfte dieſes Ge—ſund Waſſers ſind mit dem Leuker-Vade faſt einerles;jedoch wird ſelbiges von Fremden weniger, als dieſesleztere, beſucht.
Das Pfakers⸗Bad(Therme Fabarienſes) liegtin der Grafſchaft Sargans, gegen das Bündner Land;es hat ſeinen Namen von der gefürſteten Venediekiner—Abbtey Pfaͤfers welche etwan eine Stunde davon eut—fernt iſt; der auh die Quelle, ſamt dem Bad-Haus,eigentbamlich zuſteht. Die Quelle deſſelben ist in einergraßlichen Hole, mitten zwiſchen Felſen. Das WaßerN deſes