124 Der Canton Lucern.
Karſer Albrecht Ab. 1299. inner ihrem Fried- reis eine!Jahr-Markt zu halten bewilligte, Ab. 1355. das Recht,einen Leutprieſter zu erwaͤhlen, Ao. 1132. nech mehrereJabr- Märkte, ſant emmem Wochen- M.das Recht, einen jährlichen Zins auf die Mezaer-Bankezu legen, Ac. 353. das Recht, eine Meza und Lauder auf—zubauen, um Kram und Fleiſch feil zu haben, Ao. 1369.verſtatedene Zolls-Freyheiten, Ao. 130. Erwerterungenderſiben. Herzog Albrecht ſprach ſie Ao. 188. vonaller Steuer frey und ledig. Xanſer Stegmund belaͤ—tigte ihr Ao. 145. alle ihre Rechte und Freru beiten.Eben dieſer Kayſer hat ihr Ao. pr. den eren Blut-Benn-Brief mitgetheilt, welchen dieſer Fürſe Ab. 1431.durch einen zwepten beſtätigt hat.
Sie hat durch Brand verſchredene male empfndlicheWeſchabigunqen erduldet. Ao. 1353. ward ſie bis auf.ein eint ges Haus eingeaſchert. Gteiche Unfälle, doch ingeringerm Grade, betrafen ſie in den Jabren 1451. 1580.16. und 1234. Boy dieſem leztern Un glu giengen bey120. Häuſer im Rauch auf; Pfarr-Kirche, Nathhaus,5. Bürger-Haͤuſer, nedſt der Vorstadt, wurden mitMühe den Flammen entriſſen. Ao. 1628. ſtarben daſelbſtbey 400. Perſonen an der Peſt.
Der Rath der Stadt, welchen die Buͤrgerſchaft mitdemulben hrlich auf St. Verena-Tag erwaͤhlt und be—ſtätigt, beucht aus einem Schultheiß, 12. Kleinen und23. Großen Rathen . Sie beſtzt inner ihrem Burger—Kreis alle hohe und niedere Gerichtsbarkeit; der Rathrehtet auch uͤder die Cwil-Geſchaͤfte. Wenn aberder Handel die Summe von hundert Gulden uͤderſteigt,taan man ſich von ſeinem Ausſpruch auf den KleinenNeth zu Luceen berufen. Sie übt auch die medereCsericktabarteit über einige Höfe auſſer iheem Fried-Kreisaus; ledech iſt der an das Amt kommende Schultheiß,der Sekeimeiſter, Stadtſcyrciber und Großweibel gchal-ten,
— N 3irrt, Ao. 1251.