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Zweyter Band.
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515
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Der Canton Baſel. 515

Die Kirchen und geiſtlichen Gebaͤude in der Klei-nern Stadt ſind:

1.) Die Pfarr-Kirche zu St. Theodor. Die Zeitihrer Stiftung iſt ungewiß; vermuthlich iſt ſie erbauetworden, als die Bewohner dieſer Gegend ſich häuften.Biſchof Burkhard hat ſie Ao. 1163. dem Stift zu St.Alban vergabet. Sie hat ihren beſondern Pfarrer.

2.) Das Carthaͤuſer⸗Kloſter ſtuhnde an dein Rhein ,neben dem Kirch⸗Hof zu St. Theodor. Ehedem hieß derOrt der Viſchofs-Hof; das Kloſter wurde auch St.Margarethen-Thal genannt. Es ward erſt Ao. 1401.erbauet, alſo das juͤngſte; hat aber bald die uͤbrigen Kloͤ-ſter aue an Menge und Schoͤnheit ſeiner Gebaͤude uͤber-lroffen. Dermalen dient es zu einem Zucht⸗ und Way-ſen⸗Haus.

3.) Das St. Clara Kloſter iſt zuerſt von denen Bruͤ-dern e Penteehitid fſeſii Chyiſti beſeſſen worden. Bi-ſchof Heinrich IV. aber pflanzte aus dem Kloſter Gna-deu⸗Thal St. Clara⸗Ordens⸗Frauen dahin. Die Kirchewird noch dermalen zu Religions-Uebungen gebraucht.

4.) Das Klingenthal diente den Frauen Auguſtiner-Ordeus. Zuvor hatten ſie ſich in dem Elſaß und demSchwarzwald aufgehalten. Ihr Aufenthalt an dem lez-ten Ort fuͤhrte ſchon dieſen Namen, den Freyherren vonKlingen, ihren Stiftern, zu Ehren. Man nahm ſieAo. 1274. zu ihrer mehrern Sicherheit inner die Mauerndes Kleinern Baſels auf. Ihr weitlaͤufiges Kloſter kamAo. 1431. nachdem ſich die Frauen von der Aufſicht derDominicaner ledig gemacht, unter den Schuz der Biſchoͤfezu Conſtanz. Allein als ſie Ab. 1467. durch Nachlaͤſſig-keit die vornehmſten Theile deſſelben abbrennen lieſſen,dabey auch ein freyers Leben fuhrten, als ſich für BraͤuteChriſti geziemet, brachten die Dominicaner wiederum dieHerrſchaft uͤber daſſelbe an ſich. Dieſes ſchmerzte dieFrauen ſo ſehr, daß ſie alle(zwo ausgenommen) das

Kk 2 Kloſter