Der Huͤgel, auf welchem die Siiſts⸗Kirche erbauet,iſt mit Linden-Baͤumen beſezt, und zu einem ſehr anmu-thigen Spaziergaug gechacht. Seit Ao. 1628. wird zueinem Bildniß der H. Jungfrau Maria ſtark gewallfahr-tet. Unter dem Kirch-Huͤgel fließt ein belles, ſehr geſun—des Brunn⸗Waſſer aus dem harten Felſen ſtark heraus.
§. 22. Die Landvogtey Dornegggrenzet gegen Auf- und Niedergang, Mittag undMitternacht, an das Gebiet der Stadt und des Bi-ſtums Baſel, auch mitternachtwerts an die GrafſchaftPfirt. Sie beſteht aus 2. Haupt⸗Theilen. Der erſteliegt auf der Morgen ⸗Seike der Virs, der zweyteaber auf der Abend⸗Seite. Beyde ſind durch einenStrich des Gebiets des Viſtums Vaſel getrennt. Dererſte Theil hat fruchtbare Gebirge und gute Viehzucht.Der weſtliche liegt eben; hier waͤchßt viel Korn undWein.Unter dem Theil gegen Morgen ſtehen:Dornegg, Dornach , Dornek. Ein wichtiges Berg-Schloß auf einem ſteilen Felſen, an dem rechten Ufer derBirs . Seine Lage giebt ihm gegen Abend und Mitter—nacht eine der vortreflichſten Ausſichten uͤber das Laͤimen—thal, die Stadt Baſel , uͤber einen Theil des Sundgäusund des Elſaſſes. Die Edeln von Dornegg waren deſſenErbauer. Nach Erloſchung des adelichen Stammens fie!das Berg⸗Schloß den Lehen-Herren, Grafen von Thier—ſtein, wieder heim. Ein Theil der Verlaſſenſchaft desHauſes Dornegg(und zwar das Schloß) kam bald nach-her an das Haus Oeſterreich, aber auch von demſelbenAo. 1394. an die von Efeingen; dieſe aber verkauftenAbo. 1455. ihren Antheil an Solothurn . Der Thier—ſteiniſche Antheil iſt erſt Ao. 1502. erkauft worden. DasSchloß wird treßich unterhalten. In den Jahren 1548.und 1549. iſt es mit 2. Bollwerken, von welchen einesaus