Band 
Zweyter Band.
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730
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730 Der Canton Solothurn .

Robtr dargeben. Gewiſ iſt, daß es von den Edelnvon Rothberg bewohnt worden. Sie waren Buͤrger inden Staͤdten Vaſel und Solothurn , verwalteten auch dasErb⸗Kuͤchenmeiſter-Amt bey dem Biſtum Baſel ; ſie ſinddermalen in dem Briſſgaͤu und Schwabenland angeſeſſen.Arnold von Rothberg verkaufte Ao. 1515. die Herrſchaftmit aller Zubehörde um 4400. Gulden der Stadt Solo-thurn . Kanſer Carl V. hat nachher den Kauf beſtatigt,auch die dießfaͤlligen Lehen als Eigenthum erkannt. Diegaͤnzliche Quittung aber hat erſt Jacob von RoihbergAb. 1556. der Stadt übergeben.

Fürſtenſtein . Dieſes Schloß lag am Blaue, ob demDorf Hofſtaͤtten. Es ſtuhnd ebenfalls dem Hauſe vonRothberg zu. Kayſer Albrecht J. ließ es Ao. 1308. be-lagern, weil Werner von Rothberg, in dem Krieg desKayſers wider den Biſchof von Baſel, des leztern Par-tie anhieng; auf die Nachricht aber von des KayſersErmordung iſt die Belagerung aufgehebt worden. ImJahr 14 11. bemaͤchtigten ſich deſſelben Heinrich ze Rheinund Rudolf von Neuenſtein in ihrem Fauſt⸗Krieg widerHaus Ludmann von Rothberg; ſie lieſſen dieſen ungluͤk-lichen Edelmann, welchen ſie in dem Schloſſe gefangennahmen, enthaupten. In dem folgenden Jahr ruͤkte dieStadt Baſel , um ihren ungluͤklichen Buͤrger zu raͤchen,vor daſſelbe; nach Eroberung deſſen ließ ſie dem Heinrichze Rhein mit dem gleichen Maß meſſen, womit er demvon Rothbera gemeſſen hatte. Bey dieſer Gelegenheitwurde das Schloß gaͤnzlich zerſtoͤrt.

Maria⸗Stein, Petra B. far iæ Lirginis, NotreDame de la Pierre. Eine Abbtey St. Benedicts⸗Or-dens. Sie liegt auf einem hohen und ſteilen Felſen, obdem Dorf Fluͤen, zwiſchen der Franzoͤſiſchen Grenz-Fe-ung Lands Kron und dem Schloß Rothberg. DemKloſter gegen Aufgang liegt ein tiefes, aber nur einenStein⸗Wurf breites Thal. Auf beyden Seiten iſt es mitrauhen