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und Aquäduct unter allen Umständen wirklich gelieferte Wasserquantum von jetzt anvorsichtshalber nur täglich 1 % Millionen Eimer genannt werden.
Der Aquäduct, dessen Dichtung die rothe Linie auf dem UebersichtsplaneAnlage Nr. II ersichtlich macht, und dessen Construction die in Anlage Nr. III dar-gestellten Normal-Profile erläutern, wird im Allgemeinen aus einem gemauerten Canalebestehen, im Inneren 6 Fuss 3 Zoll hoch und 5 Fuss 3 Zoll weit, mit einem benetztenQuerschnitt von 20 Quadratfuss.
Derselbe wird, wo er nicht im Terrain versenkt ist, mit Erde bedeckt sein,um den Zutritt des Lichtes sowohl als den nachtheiligen Einfluss des Temperatur-wechsels abzuhalten, und um dem Wasser seine kostbarsten Eigenschaften — die Frischeund Reinheit — unverkürzt zu bewahren.
Dass die Länge dieses Aquäductes durchaus keine ausserordentliche sei, sonderndass andere Städte aus viel weiterer Entfernung ihre Wasser-Versorgung zuführen, gehtaus einem Blick auf die vorstehende kleine Tabelle zur Genüge hervor.
Vergleich der erfor- Ein anderer Vortheil des vorgeschlagenen Aquäductes, im Vergleiche zu ähn-
dcrlichcn liauwerke 1 ichen im Auslände erbauten Werken ist der, dass in der ganzen Länge desselben keinmit anderen ähnlichen . . ,. , , , ... r > , , . , ,
_ . .. einziges so grossartiges uncl kostspieliges Bauwerk Vorkommen wird, wie inan solche
Constructionen. e> » o i o ’
bei den zur Römerzeit angelegten Aquäducten findet, und wie sie — trotz der so hochgesteigerten Leistung der Dampfmaschinen — noch heutigen Tages anderorts mit grossenKosten errichtet werden, mn nur den Bevölkerungen grosser Städte die Wohlthat einerreichlichen Zuleitung von gutem Wasser zuwenden zu können.
Orossartige im Aus- Zahlreiche zur Zeit der Römerberrschaft ausgeführte Aquäducte bei Rom, Metz ,
l.uide eib.uiete Aqua- jon , Nimes, Lissabon , Constantinopel etc. *) erregen noch heutigen Tages gerechteBewunderung, und die in den letzten 25 Jahren zur Versorgung von Marseille, New-York und Glasgow vollendeten grossartigen Aquäduct-Bauten stellen sich jenen Werkenwürdig zur Seite.
m ir/P
Der im Jahre 183'. vollendete Aquäduct von Marseille ist mittelst v Tunnels
auf eine Gesannntlänge von SßU Klftrn. durch hartes Gestein getrieben, und an andernPunkten auf hohen Bogenstellungen über Thal-Einsattelungen geführt. Die Uebersetzungdes Arc-Thales bei Roquefavour in einer Höhe von 256 Fuss kostete allein nicht wenigerals 2,800.000 Gulden.
Wenn wir nicht sein- irren, war auch Vindobona — das alte Wien — zu jener Zeitdurch einen Aquäduct mit Wasser versorgt.
Spuren desselben linden sich noch heutigen Tages in der Umgegend von Liesing, Atzgersdorf ,Mauer etc. Dieser Aquäduct war etwa 10 Zoll im Innern weit, 28 Zoll hoch, und enthielt, den Inkrusta-tionen an den Seitenwänden zufolge, eine Wasserhöhe von mindestens 7 Zoll.
Die Sohle des Aquäductes liegt gegen Atzgersdorf zu, 2-11 Fuss über dem Nullpunkt- des Pegelsan der Ferdinandsbrüeke. Das Gefälle beträgt nahezu 7 Fuss auf eine Länge von etwa 240 Klafter.
Interessant ist die Thatsaclie, dass die alten Kölner , welche selbst in ihren Colonien derGesundheitspflege eine ganz besondere Sorgfalt zuwendeten, schon damals das Wasser der Donau als nicht tauglich tiir den häuslichen Gebrauch anerkannten, und aus grosser Entfernung gutes Quellwasserheranleitoton.
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