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Wien's Wasserversorgung : eine Denkschrift ... / Aug. Fölsch und Carl Hornbostel
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36
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VI.

Anlagekosten der vorgeschlagenen Wasser-Versorgung.

Anlagekosten der Aber wird man nicht diese Yortheile mit allzu grossen Opfern erkaufen müssen?

vorgesehlagenen ^j rd man n i c ht, um der Aufwendung von vielleicht unerschwinglichen Summen zuWasser-Versorgung. . . . . . . .

entgehen, dennoch gezwungen sein, sich künftighin nothgedrungen mit weniger reichen

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Mengen und mit einem minder guten Wasser zu begnügen ?

Vergleichung der Damit auch in dieser Beziehung der vorstehend entwickelte Vorschlag einer

Kosten der ver- gründlichen Prüfung unterzogen werden könne, dürfte es am zweckmässigsten sein,schiedenen "Wasser- ö o o ? o ?

versorgungs-Projecte. für die verschiedenen bisher bekannt gewordenen und ernsthaft in Betracht kommenden

Projecte zur Versorgung der Stadt die gesammten Anlagskosten, so wie die Betriebs-

Ausgaben möglichst genau zu ermitteln, und die Resultate dieser Ermittlungen mit

einander zu vergleichen.

Grundsätze für diese Diese vergleichenden Berechnungen sollen sämmtlich nach den folgenden Grund-

Vergleichung. gätzen durchgefahrt

werden:

1. Da es sich darum handelt zu erforschen, was bei dem jetzigen Sach-verhalt bezüglich der Wasser-Versorgung Wiens in pekuniärer Bezie-hung am vortheilhaftesten sei, so bleiben die bereits gemachten Capital - Auf-wendungen für die Kaiser Ferdinands-Wasserleitung, für Röhren u. dgh, als bereitsgeschehen, vollständig ausser Rechnung.

Die gegenwärtigen Anlagen werden als bestehend und eventuell benutzbarangenommen.

2. Bei denjenigen Anlagen, welche dauernde Maschinenkraft zur Hebungdes Wassers erfordern, die also bedeutende fortlaufende Ausgaben herbeiführen, sinddie Betriebskosten capitalisirt zu dem Anlage-Capital zuzuschlagen.Nur hiedurch wird ein auf richtiger Basis beruhender Vergleich ermöglicht.

3. Die gewöhnlichen laufenden Unterhaltungskosten, als Instandhaltung derRöhrenleitungen, Regie, Erneuerungsfond für Dampfmaschinen und Pumpwerke etc., werdendagegen, als sich ungefähr compensirend, allseitig ausser Rechnung gelassen.